sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Thursday, July 28, 2016
 welcome page » ethics  » equity 

Soziale Gerechtigkeit in Deutschland

Eine historische Analyse des kontraktualistischen Gerechtigkeitsverständnisses nach John Rawls in der deutschen Wissenschaft und Politik

"Hochschulschriften" · volume 142

459 pages · 39.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1025-0 (July 2013)

 
 

Description

Pressestimmen zum Autor
Lesen Sie hier einen Artikel der FAS (21.04.2013) über Dethlefs.

Diskussionen um die soziale Gerechtigkeit waren seit jeher Bestandteil des wissenschaftlich-politischen Diskurses in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei variierten jedoch im Zeitverlauf sowohl die Verflechtung von Wissenschaft und Politik, als auch die Definitionen der "Sozialen Gerechtigkeit". Im vorliegenden Buch wird daher die "Theorie der Gerechtigkeit" von John Rawls als Maßstab genommen, der an die wissenschaftlichen und politischen Aktionen seit 1945 in Deutschland angelegt wird.

Das Buch gliedert sich in drei Teile: Während der erste Teil in das Denken von John Rawls einführt, beantwortet der zweite Teil die Fragen, wie nahe die politisch-wissenschaftlichen Diskussionen in den jeweiligen Dekaden der Theorie von John Rawls kamen und welche Rolle die Wissenschaft hierbei - sowohl in funktionaler Hinsicht als auch im Hinblick auf ihre Qualität - eingenommen hat. Mit Qualität sei hier die unterschiedliche Ausprägung der Wissenschaft als quantitative oder qualitative, als deskriptive oder aber normative Disziplin gemeint. Der dritte Teil gibt schließlich kontraktualistische Handlungsempfehlungen für aktuelle Probleme. Es werden die Herausforderungen der Globalisierung sowie der Energieerzeugung und -Versorgung aufgegriffen, um anhand dieser Beispiele Problemlösungsansätze aufzuzeigen, die dem Denken von John Rawls, insbesondere seinen Überlegungen in "Das Recht der Völker", entsprechen.

Dem Rawlsschen Denken wurden vor allem zwei Elemente entnommen: zum einen das kontraktualistische Problemlösungsverständnis, zum anderen die Objektivität, mit der insbesondere die Wissenschaft agiert. Dass der Menschen als Subjekt (nicht als Mittel zum Zweck) behandelt werden soll, und dass ein Ausgleich zwischen starken und schwachen Gesellschaftsmitgliedern stattfindet, sind wesentliche Merkmale, um die Nähe der historischen Diskussionen zum Rawlsschen Denken zu identifizieren. Gleichzeitig betrachtet der Verfasser diese Kennzeichen auch als Wesensmerkmale der Sozialen Marktwirtschaft, wie sie von Alfred Müller-Armack im Jahr 1946 konzipiert wurde. So kann das vorliegende Buch - trotz der unterschiedlichen Ideengeschichte - auch als eine historische Betrachtung für die Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft gelten.

known reviews by the publisher (abridgements)

Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/37773-soziale-gerechtigkeit-in-deutschland-45194 ()  [ to top ]

"Carsten Dethlefs verbindet in seiner Studie zwei Frage‑ beziehungsweise Analyseebenen. Einerseits geht es ihm um die Rekonstruktion des Wandels des Konzepts der sozialen Gerechtigkeit. Andererseits geht es auch um eine normative Bewertung dieses Wandels. Ein solches Unternehmen ist komplex und sehr voraussetzungsvoll: Nicht nur, dass Dethlefs eine konzeptionelle Nähe über jegliche Disziplingrenzen und Theorieschulen hinweg annimmt, er unterstellt auch, dass sich ein im politischen wie wissenschaftlichen Feld manifestierender Diskurs - eigentlich sind das doch eher zwei Diskurse - über Gerechtigkeit anhand der tatsächlichen Praxis in der sozialen Marktwirtschaft, noch dazu nach Alfred Müller‑Armack, rekonstruieren lasse. Nimmt man all diese Vorannahmen und Festlegungen hin, findet sich - auf der Basis der Auswertung ausgewählter Positionen einflussreicher Personen und entsprechender Sekundärliteratur - der zentrale Befund, wonach "eine Gesellschaft nur funktionieren [könne], wenn Unterschiede im Einkommen und Vermögen zugelassen werden." Und weiter: "Trotz der Schwäche einiger Gesellschaftsmitglieder ist jedermann in der Lage, im Rahmen einer kontraktualistischen Situation einen Anteil zum Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders zu leisten." (440) Präziser hätte man das nach über vierhundert Seiten Analyse - eine detailreiche Rekonstruktion der Theorie von Rawls eingeschlossen - wahrlich nicht formulieren können."

socialnet. Das Netzwerk für die Sozialwirtschaft, ()  [ to top ]

"Das Buch von Dethlefs liefert umfangreiches Material hinsichtlich der historischen Entwicklung von sozialer Gerechtigkeit in Deutschland. Zudem verdeutlicht es den Zusammenhang zwischen dem Entstehen und der Verwirklichung der Idee von der Sozialen Marktwirtschaft im Laufe der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung. Darüber hinaus wird die gesamte Thematik in das Denken von Rawls sowohl eingebettet wie auch daran gemessen. Die umfangreiche Abhandlung ist stilistisch gelungen, liest sich problemlos und ist für jeden Studienanfänger aller sozialwissenschaftlichen Fächer ... ohne Einschränkung zu empfehlen."


the author
Dr. Carsten Dethlefs
Carsten Dethlefs 26. Oktober 1980, promovierte 2013 bei Bertram Schefold, Universität Frankfurt.
known reviews by the publisher
that may interest you, too