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Sunday, April 22, 2018
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Tarifrechtsökonomik
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Tarifrechtsökonomik

Eine Einführung

29 pages · 4.16 EUR
(July 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Die deutschen Arbeitsbeziehungen erleben seit Jahren einen rasanten Wandel. Den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden laufen die Mitglieder davon, die Konkurrenz zwischen den Gewerkschaften nimmt zu, die Zahl der tarifgebundenen Betriebe nimmt ab, die tarifpolitische Verantwortung verlagert sich auf die betrieblichen Akteure. Diese Entwicklungen werden unter Juristen und Ökonomen kontrovers diskutiert. Liberale Ökonomen empfehlen, das Tarifvertragsrecht zu deregulieren und den Betriebsräten sowie anderen betrieblichen Interessenvertretern mehr tarifpolitische Kompetenzen einzuräumen, um sich schneller an die sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen zu können. Gewerkschaftsnahe Forscher fordern hingegen, die Erosion des Tarifsystems durch eine stärkere gesetzliche Regulierung zu stoppen, etwa durch eine Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) oder die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Juristen verweisen auf den beschränkten Reformspielraum, da die Tarifautonomie dem Gesetzgeber die Hände bindet. Im Folgenden werden die ökonomischen Auswirkungen der wichtigsten tarifrechtlichen Regelungen diskutiert und aufgezeigt, wo Reformbedarf besteht. Kapitel 2 erörtert, ob die Tarifautonomie und der Flächentarifvertrag angemessene Antworten auf die Besonderheiten des Arbeitsmarktes sind. Kapitel 3 geht auf wichtige Bestimmungen des Tarifvertragsgesetzes ein. Ein besonderes Augenmerk wird darüber hinaus auf das in der Rechtsprechung entwickelte Prinzip der Tarifeinheit gelenkt, das durch die jüngsten Autonomiebestrebungen von Berufsgewerkschaften ins Wanken geraten ist. Kapitel 4 geht auf tarifrechtlich relevante Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) ein und Kapitel 5 diskutiert den Koalitionsbeschluss vom 18. Juni 2007 zur Einführung gesetzlicher Mindestlöhne in Deutschland.