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Friday, December 15, 2017
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Theorie des Eigentums

Übersetzung aus dem Französischen von Lutz Roemheld, eingeleitet von Gerhard Senft

2. Auflage 2014 · 212 pages ·  19.90 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1087-8 (July 2014 )

Ursprünglich erschienen im Verlag für Sozialökonomie, Kiel

 
 
In seiner "Theorie des Eigentums" (1866) unterzieht Pierre-Joseph Proudhon das kapitalistische Eigentum einer wissenschaftlichen und politischen Grundsatzkritik. Deren Aktualität erweist sich besonders da, wo er es als Instrument wachsender wirtschaftlicher und politischer Macht und als Gegenstand immer schärferer innergesellschaftlicher Konflikte charakterisiert. Mit dieser Kritik verbindet Proudhon sein Konzept einer sozial orientierten Organisation des Eigentums in "einer auf dem Reziprozitätsprinzip basierenden Ökonomie" (Gerhard Senft), das mit vorliegender Übersetzung zur Diskussion gestellt wird.
Zeitschrift für Sozioalöonomie, 2016, 186-187, S. 85-86 ()

"Egal, ob man nun Proudhon als Sozialphilosophen, politischen Philosophen, Anarchisten, Libertärsozialisten oder politischen Ökonmen interpretiert - sein Denken ist geprägt vom Primat der Ökonomie gegenüber der Politik. Nun sind wir auch schon mitten im zu besprechenden Buch, welches um die Idee der Unterordnung des Staates unter das System ökoomischer Beziehungen kreist. Genau umgekehrt dem Forschungs- und Reformprogramm Karl Polanyis plädiert Proudhon für eine Einbettung des Staates in die Ökonomie und Degradierung zum Tauschpartner. Damit handelt es sich genau genommen nicht nur um eine Theorie der Steuer - worunter man sich heute Fragen der Steuergerechtigkeitz und -effizienz vorstellen mag -, sondern vielmehr um eine Theorie (der Legitimation) des Staates. ...

Proudhon analysiert sehr detailliert die verschiedenen Steuerarten und prüft ihre Zweckmäßigkeit und ihre Gerechtigkeit bzw. ihre ökonomische Wirkung auf die Gleichheit. Dabei überrascht, wie differenziert seine Kritik der Luxussteuer ausfällt und dass er gegen eine progressive und für eine proportionale Steuer plädiert. Bis heute relevant ist auch seine Kritik an der Verbrauchsteuer (heute insb. Mehrwertsteuer), die wie keine andere Steuer die Ungleichheit begünstigt. Vertretern verbrauchssteuerbasierter Reformansätze, wie etwa Götz Werner, ist die Lektüre daher dringend zu empfehlen.

Proudhon macht sehr deutlich, dass die Steuern in jedem Fall ein Übel sind und bis auf ein Minimum (aus heutiger Sicht utopische 5% des Volkseinkommens) reduziert werden müssen. Der wirklich konstruktive Beitrag ist sein Ansatz, die Bodenrente zur "ersten und wichtigsten Quelle der Steuer" zu machen. ... Proudhons Analyse und die von ihm aufgestellten Steuergrundsätze dienem seinem Ziel einer Gesellschaft, "die gleichermaßen bei der Gerechtigkeit, der Freiheit und beim gesellschaftlichen Reichtum voranschreitet." Man kann ihm durchaus zustimmen, dass seine Grundsätze "über jede Willkür erhaben" sowie "von universeller Bedeutung sind". Für die Relevanz de Proudhonschen Gedanken für die heutigen steuerwissenschaftlichen Diskurse möchte ich auf Dirk Löhrs lehrreiche Einführung zum vorliegenden Buch verweisen."




the author
Pierre-Joseph Proudhon
1809 - 1865, französischer Sozialist und Politischer Ökonom, wichtigster Vertreter des Anarchismus, Gegenspieler Karl Marx'. Proudhon lehnte jede staatliche Gewalt ab und prägte die Überzeugung der Anarchisten, wonach die unbegrenzte Freiheit der Menschen die Grundvoraussetzung für eine sozialistische Ordnung sei. Proudhons Schriften haben zahlreiche Intellektuelle seiner Zeit beeinflusst, vor allem die im Entstehen begriffene Gewerkschaftsbewegung in Frankreich, die lange anarchistisch orientiert war. [more titles]
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  • "von universeller Bedeutung ..."
    Zeitschrift für Sozioalöonomie, 2016, 186-187, S. 85-86 more...
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