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Saturday, May 27, 2017
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Transformative Wissenschaft

Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem

2., durchgesehene Auflage · 420 pages ·  24.90 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1057-1 (February 2014 )

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Wohin entwickelt sich das deutsche Wissenschaftssystem? Wird es den großen gesellschaftlichen Herausforderungen noch gerecht? Zunehmend mehren sich die Zweifel daran. Das Buch analysiert die deutsche Wissenschaftslandschaft und zeigt bestehende Defizite in Forschung und Lehre auf. Es entwickelt die Perspektive einer "transformativen Wissenschaft", die den Weg in ein zukunftsfähiges Wissenschaftssystem weist. Vorangetrieben wird sie derzeit von der organisierten Zivilgesellschaft, in Pionier-Hochschulen und -Instituten, von Vorreiter-Landesregierungen und von Stiftungen sowie studentischen Initiativen.

Zu diesem Buch wird auch ein Blog betrieben, den Sie unter nachhaltigewissenschaft.de/ finden.

Das Buch "Transformative Wissenschaft" ist der Folgeband zu der im Jahr 2009 erschienenen Studie "Nachhaltige Wissenschaft".

Forum Erwachsenenbildung, Januar 2017, S. 57-58 ()

"Wer sich für die grundlegenden Fragen der Verantwortung von Wissenschaft und Forschung für das Gemeinwohl inter­essiert, und damit für notwendige Reformanstrengungen des Wissenschaftssystems aus einer sozialökologischen Perspekti­ve, und gleichzeitig auch nach strategisch ausgerichteten Lö­sungsansätzen sucht, dem möchte ich diese beiden Bücher empfehlen [das 2. ist: Stella Veciana/Claudia Neubauer: Demokratisierung der Wissenschaft]. Die Empfehlung ist dabei nicht die Folge davon, dass die beiden Publikationen eine abschließende und überzeugende Analyse und fraglose Lösungsansätze anbieten, sondern weil sie selbst Teil und Ausdruck der Problemlage der Diskussion über das Wissenschafts- und Forschungssystem sind. Sie ge­ben - und das ist ihr Wert für die lesenden - einen fundier­ten Einblick darüber, welche strategischen Positionen promi­nente zivilgesellschaftliche Player wie die Stiftung Mitarbeit - als Auftraggeberin der ersten Publikation - und die deut­sche Denkschule des "Club of Rome" im Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie, deren Direktor Uwe Schnei­dewind ist, vertreten und wo sie die Stellschrauben für ein verändertes Wissenschaftssystem sehen. Die Publikationen haben, soweit ich die Literatur überblicke, den Stellenwert von Referenzwerken zur Nachhaltigkeit, Partizipation und Transformation in der sozialökologischen Diskussion.

Diesem Verständnis nach zeichnet sich transformative Wissenschaft dadurch aus, dass in realexperimentellen Fall­studien Gestaltungswissen erzeugt wird, das entweder unmit­telbar oder als Katalysator für gesellschaftliche Transformati­onsprozesse wirkt.

... Die Studie von Uwe Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski bietet in gewisser Weise darauf aufbauend einen systematischen und umfassenden Zugriff. Adressiert ist sie an das Wissenschafts- und Forschungssystem selbst, die Wissenschafts- und Forschungsförderung in den zuständigen Ministerien und an sogenannte zivilgesellschaftliche Organi­sationen. ... Beide Publikationen stellen Begründungszusammenhän­ge auf, warum und wie Wissenschaft und Forschung die Grundpfeiler darstellen, um den prognostizierten überle­bensnotwendigen, raschen und sozialökologischen Wandel zu begründen, zu begleiten und vielleicht zu organisieren. Erwachsenenbildung als Vermittlungsinstanz, als Populari­sierer von wissenschaftlichen Erkenntnissen und eben auch als möglicher Ort von Wissenschaftsproduktion könnte dabei eine entscheidende Aufgabe übernehmen."



Gaia, 23/3, 2014, S. 278-279 ()

"schlägt dieses Buch ungewöhnlich vielfältige Maßnahmen für die Neuorientierung und institutionelle Umbettung des Wissenschaftssystems vor. Sie umfassen ein breites Spektrum von der Verankerung hochschulpolitischer Leitbilder bei möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen über Maßnahmen zur Stärkung sozial-ökologischer Forschung bis hin zu einem Nachhaltigkeits-Wissenschaftsrat. Die Maßnahmen setzen auf verschiedenen Ebenen an und münden nicht zwangsläufig in die schlichte Forderung nach mehr Geld. Vielmehr geht es um einen Kulturwandel im Wissenschaftssystem, in dessen Folge sich transdisziplinäre, nachhaltigkeitsorientierte Forschung selbstläufig durchsetzen kann."

HIS-Mitteilungsblatt, 3. Oktober 2013 ()

"Die Autoren stellen fest, dass das Beharren allein auf technologische Innovationen und lineares Wachstum nicht länger reicht, um die aktuellen fundamentalen Umbrüche zu bewältigen. Sie stellen auch fest, dass ein neues Fortschrittsverständnis bereits an Kontur gewinnt, in dem soziale, institutionelle und systemische Innovationen von zentraler Bedeutung sind. Ihre Konsequenz lautet: An die deutsche Wissenschaft sind neue Anforderungen gestellt. Die spannende Frage lautet daher: Wie wird das deutsche Wissenschaftssystem diesen neuen Herausforderungen gerecht? Vor diesem Hintergrund analysieren die Autoren die deutsche Wissenschaftslandschaft und zeigen bestehende Defizite in Forschung und Lehre auf. Und sie entwickeln die Perspektive einer 'transformativen Wissenschaft', die den Weg in ein zukunftsfähiges Wissenschaftssystem weist; sie erkennen auch in Zivilgesellschaft, Hochschulen, Landesregierungen, Stiftungen und studentischen Initiativen Vorreiter, die Mut machen. Die Autoren bleiben dabei nicht bei der theoretisch-konzeptionellen Entwicklung der neuen Rolle stehen, sondern übersetzen sie in konkrete Reformvorschläge und liefern reelles Handwerkszeug. Der Autor, Dr. Schneidewind, stellt heraus: 'Das besonders Motivierende einer Wissenschaft, die Transformationsprozesse anstößt, ist für uns immer wieder, dass hier Hochschulen gemeinsam an einer Vision arbeiten können - im Zusammenspiel von Forschenden, Lehrenden und Verwaltung.' "

Ökologisches Wirtschaften, 3/2013, S. 53 ()

Transformative Wissenschaft ist ein notwendiges und wichtiges Buch, weil es ein neues (Selbst-)Verständnis von Wissenschaft als Akteur in der großen Transformation ermöglicht. Es bleibt nicht bei der theoretisch-konzeptionellen Entwicklung dieser Rolle stehen, sondern übersetzt sie in konkrete Reformvorschläge und liefert so wertvolles Handwerkszeug. Mit möglichen Bedenken setzen sich die Autoren intensiv auseinander und bieten überzeugende Antworten. ...

Das Buch ist nicht nur für Angehörige des Wissenschaftssystems lesenswert, sondern auch für Wissenschaftspolitiker, gesellschaftliche Stakeholder und alle, die nach Perspektiven und Ideen zu Transformationsfragen suchen."



BUND-Magazin, 3/2013, S. 44 ()

"In unserer Gesellschaft ist viel von Nachhaltigkeit die Rede. Jede Gruppierung definiert sie anders, und oftmals wird sie als Anlass für ein "Weiter so!" missbraucht. Die UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (2004 - 2014) bot den Rahmen für Projekte vor allem in Schulen und im gesellschaftlichen Bereich. Die Wissenschaft blieb dabei außen vor. Das hat sich mit dem jüngsten Buch von Uwe Schneidewind grundlegend geändert. Klar und exzellent analysiert verdeutlicht der Präsident des Wuppertal-Instituts (und Sprecher des BUND-Arbeitskreises Umweltchemikalien/ Toxikologie), dass der nötige Umbau unserer Gesellschaft ohne die Wissenschaft nicht funktionieren wird. Dafür wiederum müsse das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem reformiert werden. Schneidewind zeigt Wege, wie hier Nachhaltigkeit integriert werden kann. Auch das Plädoyer des BUND für eine nachhaltige Wissenschaft (von 2012) findet sich darin wieder. So ist sein Buch nicht nur ein Muss für Bildungspolitiker, Wissenschaftler, Institute oder Unternehmen, sondern auch lesenswert und bereichernd für die Mitglieder des BUND."


the authors
Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Uwe Schneidewind seit 2010 Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Von 1998 bis 2010 Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, von 2004 bis 2008 Präsident der Universität. [more titles]
Mandy Singer-Brodowski
Mandy Singer-Brodowski (geb. 1985) studierte Erziehungswissenschaften an der Universität Erfurt. Koordinierte als Mitarbeiterin des Wuppertal Institutes im Wissenschaftsjahr 2012 die Reihe "Transformatives Wissen schaffen". Ist Mitglied des Nationalkomitees zur Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" und Lehrbeauftragte an der Universität Lüneburg. [more titles]
known reviews by the publisher
  • "Stellenwert von Referenzwerken zur Nachhaltigkeit, Partizipation und Transformation in der sozialökologischen Diskussion" ...
    Forum Erwachsenenbildung, Januar 2017, S. 57-58 more...
  • "schlägt dieses Buch ungewöhnlich vielfältige Maßnahmen für die Neuorientierung" ...
    Gaia, 23/3, 2014, S. 278-279 more...
  • "entwickeln die Perspektive einer 'transformativen Wissenschaft'" ...
    HIS-Mitteilungsblatt, 3. Oktober 2013 more...
  • "für alle, die nach Perspektiven und Ideen zu Transformationsfragen suchen." ...
    Ökologisches Wirtschaften, 3/2013, S. 53 more...
  • ein Muss für Bildungspolitiker, Wissenschaftler, Institute oder Unternehmen" ...
    BUND-Magazin, 3/2013, S. 44 more...
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