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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Umwelt und Gerechtigkeit – eine Konkretisierung der intragenerationellen Dimension
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Julia Schultz

Umwelt und Gerechtigkeit – eine Konkretisierung der intragenerationellen Dimension

12 Seiten · 4,11 EUR
(September 2009)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Im Beitrag von Julia Schultz steht die intragenerationelle Dimension von Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Der Greifswalder Theorie starker Nachhaltigkeit ist vielfach vorgeworfen worden, sie vernachlässige die intragenerationelle gegenüber der intergenerationellen Gerechtigkeit. Schultz nimmt diese Kritik zum Anlass, um eine „Checkliste sozial gerechter Umweltpolitik“ für die intragenerationelle Dimension zu entwickeln. Darin schlägt sie unter anderem vor, intragenerationelle Umweltgerechtigkeit daraufhin zu prüfen, ob sie unter Voraussetzung universeller Umweltstandards zugleich der Vielfalt kultureller Bedeutungen von Naturkapital gerecht wird, ob sie Gerechtigkeitsverpflichtungen direkt an die Bedürfnisse Einzelner knüpft, ob sie neben den negativen Freiheitsrechten auch positive Leistungs- und Teilhaberechte berücksichtigt, ob sie geschlechtersensibel ist und ob sie die Gerechtigkeitsgemeinschaft nicht nur auf Menschen, sondern in abgestufter Weise auch auf empfindungsfähige Tiere bezieht. Eine Diskussion intragenerationeller Gerechtigkeit sei nicht nur wichtig, um Umwelt- und Klimaschutz zu einer besseren Akzeptanz in der Bevölkerung zu verhelfen, sondern auch, um das bislang im sozialen Diskurs schwach verfolgte und unscharf definierte Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung dort besser zu verankern. So wie Umwelt nicht ohne soziale Gerechtigkeit zu denken sei, könne Gerechtigkeit nicht ohne Umwelt gedacht werden.


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zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Greifswalder Theorie starker Nachhaltigkeit
Tanja von Egan-Krieger, Julia Schultz, Philipp Pratap Thapa, Lieske Voget (Hg.):
Die Greifswalder Theorie starker Nachhaltigkeit
Die Autorin
Dr. des. Julia Schultz
Julia Schultz …hat in Berlin und als DAAD-Stipendiatin in den USA Nordamerikastudien, Politik und Publizistik studiert. Hat gefördert von der DBU an der Universität Greifswald im Fach Umweltethik promoviert. Arbeitet seit 2005 als Mitarbeiterin im Berliner Büro des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören soziale Gerechtigkeit in der Klima- und Umweltpolitik, Umweltethik und soziale Nachhaltigkeit. Sie ist Gründungsmitglied des Forums Ethik & Nachhaltigkeit (EthNa). [weitere Titel]