Gerhard Scherhorn
15 Seiten · 4,14 EUR
(August 2010)
Zusammenfassung:
Damit eine Entwicklung nachhaltig ist, müssen die naturgegebenen Gemeingüter so bewirtschaftet werden, dass eine vorerst noch wachsende Weltbevölkerung sich in den Lebens- und Produktionsgrundlagen des Planeten Erde auf Dauer einrichten kann. Die sozial gestalteten Gemeingüter müssen so entwickelt werden, dass sie die Menschen befähigen, diese Herausforderung friedlich und produktiv zu bewältigen. Das bisherige Wirtschaftswachstum bewirkt das Gegenteil, da es auf der Ausbeutung der Gemeingüter durch Externalisierung privater Kosten beruht. Die Externalisierung wird verhindert, wenn als gesamtwirtschaftliches Ziel die Nachhaltigkeit an die Stelle des Wachstums tritt, sodass einzelwirtschaftlich die jeweils nachhaltigere Produktion in den Grenzen der Substanzerhaltung wächst, während die weniger nachhaltige schrumpft. Ein derart verantwortliches Handeln setzt eine Markt- und Unternehmensverfassung voraus, die das Kapital in den Zyklus des natürlichen Werdens und Vergehens einordnet. Bleibt es beim Primat der endlosen Kapitalakkumulation, so werden die Gemeingüter auch weiterhin aufgezehrt.