sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Thursday, January 18, 2018
 welcome page » ethics  » economy and governance ethics 

Verantwortungsbewusste Unternehmensorganisation in Zeiten des globalen Finanzkapitalismus

"Ethik und Ökonomie"  · volume 18

313 pages ·  38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1213-1 (September 2016 )

 
 
Ilka Denk zeigt unter Bezugnahme auf die Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten Jahre und vor dem Hintergrund der sich scheinbar paradigmatisch wiederholenden Unternehmensskandale auf, dass der längst global gewordene Kapitalismus dringend einer moralischen Weiterentwicklung bedarf. Gegenstand der Betrachtung sind die (Unternehmens-)Kollektive und ihre vielfältigen Beziehungen - zu den übergeordneten "Systemen" Politik, Ökonomie und Zivilgesellschaft, zu den Finanzinstitutionen und zu den jeweils untergeordneten (Sub-)Kollektiven, wie z.B. der Zuliefererindustrie. Viele dieser seit langem bestehenden Beziehungen haben sich unter dem Einfluss der Transformation der national begrenzten kapitalistischen Systeme zu einem globalen (Finanz-)Kapitalismus weiterentwickelt und in der Folge sind hochkomplexe vernetzte Strukturen entstanden. Die damit einhergehende Verschiebung der Unternehmensgrenzen hat jedoch zu einer Relativierung der bisherigen Moralvorstellungen geführt und damit zu einer ökonomischen Handlungspraxis, in der sich das moralisch Annehmbare dem Profitstreben immer mehr unterzuordnen scheint. Die vorliegende Monographie versucht daher Wege aufzuzeigen, wie diese immer komplexer werdenden korporativen Strukturen auf globaler Ebene langfristig verantwortungsbewusst gestaltet werden können, denn darin besteht nach Auffassung der Autorin die gesellschaftliche Herausforderung einer zukünftigen von Moral und sozialer Gerechtigkeit geprägten Welt- und Wirtschaftsordnung. Der Fokus liegt dabei auf der kollektiven korporativen Handlung, denn nicht zuletzt werden gesellschaftlich einschneidende Prozesse, wie globale Wirtschafts- und Finanzkrisen, durch unmoralische Handlungsweisen, wie z.B. die scheinbar unstillbare Gier einiger Manager nach hohen und schnellen Gewinnen, (mit-)ausgelöst oder verstärkt. Als "Katalysator" und "Verstärker" dieser Symptomatik fungiert der unumkehrbare Prozess der Globalisierung.
Zeitschrift für Sozialökonomie, 2017, 192-193, S. 78-80 ()

"Wie bei vielen Werken, denen eine alternative Denkweise zugrunde liegt, büßt auch dieses an mancher Stelle an Scharfsicht ein. Das Buch verfehlt dennoch nicht das Hauptziel, einmal mehr zu betonen, dass unterschiedliche Wirtschaftsansätze möglich (und genauso anzustreben) sind. Die (fast "existenzielle") Frage, die jeder langfristig denkende Ökonom stellen sollte, besteht jedenfalls immer noch darin, wie sich bereits angehäufter Wohlstand sichern und (nachhaltig) mehren ließe. Dass Wirtschaftswachstum nicht mehr die Gestalt der sechziger und siebziger Jahre (mit deren strotzend industriebezogenem Fortschritt) schon wegen der zunehmenden Behauptung des Dienstleistungssektors - geschweige denn Nachhaltigkeitsgründe - annehmen kann (und darf), ist bereits vorauszusehen. Die Frage nach dem "Wie dann?" bleibt dennoch von strittiger Beantwortung. Das vorliegende Buch stellt jedenfalls einen weiteren Schritt dar, um den "mainstreamgewohnten" Leser noch mehr mit dem Gedanken zurechtkommen zu lassen, dass:

- es konkrete Alternativen zum herrschenden Wirtschaftsansatz gibt, die nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise nun ein Comeback feiern;

- Veränderung zum Erhalt bestehenden Wohlstands nötig ist;

- "gute" Wirtschaftsentscheidungen nicht nur um der Selbstlosigkeit oder Moralität willen ergriffen werden sollten, sondern auch ökonomisch vollkommen rational - zumindest wenn man Profite auch in Zukunft einzufahren beabsichtigt - sind.

Es bleibt nun an uns allen, sozial-, umwelt- und moralverträglichen Wirtschaftswandel zuerst wahrzunehmen, dann vorzuleben und letztendlich auszubauen. Denn Nachhaltigkeit im Heute ist letztendlich des Morgens beste Profitgarantie.




known reviews by the publisher
  • "Das Buch verfehlt dennoch nicht das Hauptziel" ...
    Zeitschrift für Sozialökonomie, 2017, 192-193, S. 78-80 more...
that may interest you, too