Joachim Fetzer
60 Seiten · 11,26 EUR
(Juni 2003)
Aus der Einleitung:
Joachim Fetzer untersucht die christlichen Traditionen in (säkularisierten) ökonomischen Institutionen und gewinnt so einen weiten, wenn auch bisher eher ungewohnten Blick auf die christlichen Grundlagen wirtschaftlichen Verhaltens, eben in Form von gesellschaftlichen Institutionen, die ihrerseits Ergebnisse einer jahrhundertealten historischen Ausdifferenzierung sind, zu der die Kirche(n) als Institution(en) weitaus stärker beigetragen hat (haben), als dies bisher erkannt worden ist. Der Versuch, Fetzers ungemein facettenreichen Beitrag hier auch nur einigermaßen verständlich zusammenzufas¬sen, würde Umfang und Funktion dieser Einleitung bei weitem übersteigen. Hingewiesen sei jedoch auf die grundlegende Unterscheidung verschiedener Institutionenebenen, beginnend mit den normativen Regelungen sozialen Austauschs durch individuelle Anerkennung und der Befolgung dieser Regelungen über eine „Mesoebene“, geprägt durch große korporative Gebilde mit mehr oder minder ausgeprägten Zügen einer Organisation, bis hin zur Steuerung gesamtgesellschaftlicher Prozesse durch umfassende ökonomische, juristische und andere soziale Ordnungen.