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Thursday, September 21, 2017
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Verpflichtungsökonomik

Eigentum, Freiheit und Haftung in der Geldwirtschaft

409 pages ·  34.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-345-8 (July 2001 )

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Im Mittelpunkt dieses Sammelbandes steht eine der wesentlichen Grundlagen des Wirtschaftssystems: Eigentum an Natur und Produktionsmitteln. Die vorherrschende Wirtschaftstheorie gibt sich mit der Diskussion der optimalen Zuordnung von Verfügungsrechten (property rights) zufrieden. Hier wird aus der Sicht der global vernetzter Wirtschaftsräume verständlich, welche Sicherheit formalisiertes Eigentum schaffen und welche Restriktionen mangelnde Eigentumsordnungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung der Wirtschaft entgegenstellen. Es wird auch verständlich, dass es aufstrebenden Märkten weit weniger an verfügbaren Ressourcen mangelt, was durch Transfers zu überwinden wäre, sondern ihr Reichtum wegen fehlenden formalen Eigentums nur sehr unvollkommen für die Entwicklung genutzt werden kann. Gleiches gilt auch für die sogenannten Transformationsländer. Der schleppende Prozess der Überführung der im Staatsbesitz befindlicher Naturressourcen und Produktionsmittel ist die Bremse einer Entwicklung zum stabilen Geld und zum sicheren Kredit für die Ausweitung der Produktion und zwingt so die Bevölkerung, Einkommen in der Schattenwirtschaft mit technisch unvollkommenen und oft illegal erworbenen Ressourcen hervorzubringen.

Die gängige Wirtschaftswissenschaft ist diesem Problem blind gegenüber. Sie weitet auf der Grundlage ihres technisch immer anspruchsvoller und spezieller werdenden, aber mit Bezug auf die Wirtschaftswirklichkeit unzureichenden Paradigmas ihren imperialen Anspruch auf immer mehr Lebensbereiche aus Dabei ist ihr erst das Publikum abhanden gekommen und nun bleiben die Studenten aus und weichen in die Betriebswirtschaftslehre aus. Die hier versammelten Beiträge versuche sich dieser Entwicklung entgegenzustellen und zu allgemein interessierenden Themen des Faches Volkswirtschaftstheorie in kontroverser Diskussion zurückzukehren.

Am Ende wird sich der Leser ein Urteil bilden können, ob die für Geldwirtschaften typische Freiheit, Verträge ohne Zwang schließen zu können, aber dadurch sogleich einer Verpflichtung zur Produktion von Gütern unterworfen zu sein, unmittelbar aus dem Eigentum an Produktionsmitteln und Natur hervorgeht. Er wird sich ein Bild machen können, ob vormals sozialistische und aufstrebende Wirtschaften sich vor allem in einem gleichen: nämlich darin, dass sie reich an Ressourcen sind, ohne mangels gesicherter Eigentumsverhältnisse wirtschaftliche Erfolge damit zu erzielen. Ebenso wird er sich die Frage beantworten können, ob das Umgekehrte auch wahr ist, dass nämlich wirtschaftlich erfolgreiche Regionen der Erde ganz ausnahmslos ihre Ressourcen formalen Eigentumsbeziehungen unterworfen haben.

Eigentum und Verpflichtung - Freiheit, Transformation und Entwicklung. Zusammenfassende Einführung

Erster Teil: Theorie der Eigentumswirtschaft

Hernando de Soto
Totes Kapital und die Armen in Ägypten
Hans-Joachim Stadermann und Otto Steiger
Nominalökonomik. Entwurf einer Theorie gegenseitiger monetärer Verpflichtungen
Hans-Joachim Stadermann
Das Eigentum

Zweiter Teil: Eigentum, Verpflichtung und Freiheit

Claus Thomasberger
Freiheit und Verpflichtung. Der unverhoffte Aufstieg des Vermögensbesitzers und die Folgen
Bernd Niquet
Verpflichtung versus Liberalität. Die zweite kopernikanische Wende der Nationalökonomie?
Wolfgang Theil
Eigentum und Verpflichtung. Einige juristische Aspekte

Dritter Teil: Eigentum und Transformation

Gunnar Heinsohn und Otto Steiger
Property Titles as the Clue to a Successfull Transformation
Ulrich Busch
Eigentumstransformation via Vermögenstransfer. Die deutsche Lösung der Eigentumsfrage
Thomas Betz
Zehn Jahre keine Einheit. Ein Kompendium wirtschaftspolitischer Fehler

Vierter Teil: Eigentum und Entwicklung

Ulf Heinsohn
Eigentum und Entwicklung. Zum Zusammenhang zwischen Entwicklung und traditionellen sowie neuer Eigentumslosigkeit
Kathrin Pingel
Von Unternehmern, Piraten und Anderen. Eine alternative Sicht auf die russische Transformation
Eric Nocker
Die Bedeutung des chinesischen Bodennutzungsrechts für die Entwicklung des Landes

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Prof. Dr. Hans-Joachim Stadermann
Hans-Joachim Stadermann Professor für die Theorie der Wirtschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. [more titles]
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