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Saturday, January 20, 2018
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Vertrauenserosion

Eine Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft

135 pages ·  19.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-819-0 (July 2011 )

 
 

Schon seit einiger Zeit ist von der Politik- oder Parteienverdrossenheit die Rede. Sie zeigt sich jedoch nicht nur in der Rede, sondern ganz konkret im deutlichen Rückgang der Wahlbeteiligung. In diese - ohnehin aus Apathie und Abneigung gegenüber dem politischem Tages-Hickhack gespeiste - Situation platzt in kurzer Folge die Subprime-Krise (2007), die Pleite von Lehman Brother und die sich darauf hin ausbreitende Finanz- und Wirtschaftskrise (2008/2009) und nicht zuletzt die Eurokrise, ausgelöst durch die offenbar gewordene hemmungslose Überschuldung Griechenlands.

Umso wichtiger ist es abermals herauszuarbeiten, dass moderne und komplexe Gesellschaften ohne ein gehöriges Maß an Vertrauen als Sozialkapital nicht auskommen. Der Beitrag zeigt auf, in welch vielfältig verknüpfter Weise formelle und informelle Institutionen ineinandergreifen, um Vertrauen entstehen zu lassen und zu stabilisieren. Ohne Vertrauen geht es nicht, aber dieses Vertrauen muss in durchdachte und überprüfbare rechtliche Regelungen eingebunden sein. Nur so lässt sich das demokratische Gemeinwesen wieder fundieren und Wege zu einem dauerhaft stabilen Finanzwesen finden.

Der Beitrag spannt einen nachvollziehbaren Bogen von den Anfängen der modernen Demokratie im 18. Jahrhundert bis zur jüngsten Finanzkrise, um zu zeigen, dass der zu beobachtbaren Vertrauenserosion dringend entgegengewirkt werden muss.


"Diejenigen, die mit Person und Profession des Autors dieses kurzen Bandes vertraut sind, wissen, dass die im Untertitel ausgemachte ?Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft? aus der Perspektive der Ökonomie betrachtet wird. Der Emeritus für Volkswirtschaft und Recht an der Universität Stuttgart macht seiner wissenschaftlichen Ausrichtung alle Ehre, indem er die Problematik des Vertrauensverlustes vorwiegend für die Volkswirtschaft untersucht und dazu sein Wissen um das Recht in Deutschland wie in anderen Staaten erklärend heranzieht. Der Band besteht aus vier inhaltlich verbundenen Teilen, in deren erstem der Begriff des Vertrauens auf der Basis des Institutionenvertrauens begründet wird. Dieses stehe, so Franke, auf der Grundlage formeller und informeller Normen, insbesondere solchen des Rechts und des allgemeinen Usus'. Sie dürfen nicht verletzt werden, will man ? und da merkt man den Ökonomen ? wirtschaftlichen Wohlstand nicht verlieren. Diese Quintessenz leitet dann über zum zweiten Teil, in dem es konkret um den Vertrauensverlust vor allem der Märkte zueinander und gegenüber der Politik in Zeiten der Finanzkrise geht. Es schließen sich zwei "Anhänge" an, deren erster gute zwanzig Seiten umfasst. Er beruht auf der Abschiedsvorlesung Frankes und ist vorwiegend anekdotisch-biografisch geprägt. Der zweite Anhang schließlich versucht eine Art von Zusammenfassung und ist der einzige Teil, der auch für Politikwissenschaftler interessant sein könnte, jedoch mit lediglich sechs Seiten recht knapp geraten ist. Insgesamt handelt es sich also um eine informative, für Politologen allerdings wenig ergiebige Lektüre über die Finanzkrise und ihre möglichen Ursachen aus ökonomischer Sicht."


the author
Prof. Dr. Siegfried F. Franke
Siegfried F. Franke leitet seit 1991 die interdisziplinär angelegte Abteilung für Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht, Universität Stuttgart. [more titles]
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