Maik Adomßent
27 Seiten · 5,52 EUR
(Juli 2010)
Aus der Einleitung:
Hochschulen besitzen aus mehreren Gründen bei der Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung eine Schlüsselstellung – vorausgesetzt, sie fühlen sich einer nachhaltig orientierten Weltentwicklung verpflichtet und setzen dies verantwortungsvoll in ihren eigenen Aufgaben- und Handlungsfeldern um.
- Hochschulen leisten die Grundausbildung für sämtliche Berufsgruppen, die eine wissenschaftliche Ausbildung benötigen, darunter zukünftige Führungspersönlichkeiten und Lehrpersonen mit Multiplikatorfunktion. Zugleich obliegt Hochschulen die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Um all dies auf der Basis neuester Erkenntnisse leisten zu können, ist eine hoch qualifizierte Forschung in Grundlagen- und Anwendungsfeldern unverzichtbar.
- Über die wissenschaftliche Forschung sind Hochschulen Werkstätten des Erkenntniszuwachses. Im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung kommt ihnen eine besondere gesellschaftliche Aufgabe als Denkfabrik zu, die ein wissenschaftsbasiertes Planen und Erproben möglicher nachhaltiger Zukünfte einschließt.
- Zu den Kernaufgaben von Hochschulen gehört auch der Transfer von Wissensbeständen und Forschungsergebnissen in die Gesellschaft. In diesem Zusammenhang sind Hochschulen aufgefordert, sich als Akteure gesellschaftlichen Engagements zu verstehen, indem sie nachhaltige Entwicklungsprozesse aktiv unterstützen.
- Darüber hinaus gilt es, Ansätze zu einem nachhaltigen Lebens- und Konsumstil auch im Universitätsbetrieb umzusetzen (Administration, Management, Beschaffung etc.). Dies bietet insbesondere für Studierende – z.B. im Rahmen eines Freiwilligen-Engagements – zugleich Chancen für wertvolle informelle Lernprozesse, die nicht institutionell und/oder didaktisch organisiert sind.