sprache deutsch
sprache english
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Mittwoch, 23. Mai 2012
 Startseite » Methodologie 
Von den Vorteilen und Risiken transdisziplinärer Forschung
Downloadgröße:
ca. 542 kb

Reinhard Pfriem / Thorsten Raabe / Achim Spiller

Von den Vorteilen und Risiken transdisziplinärer Forschung

12 Seiten · 3,97 EUR
(September 2006)

 
Ich bin mit den AGBs, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden
 
 

Aus der Einleitung:

Es ist kein Zufall, dass Transdisziplinarität als forschungsstrategischer Imperativ speziell im Rahmen sozialökologischer Forschung thematisiert wird: sozialökologische Forschung wird bis heute überwiegend aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit heterogenen Begriffen, Methoden und Modellen betrieben, was die Umweltforschung in eine Sackgasse zu führen droht: insbesondere die komplexen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Handlungsmustern, technischen, natürlichen, ökonomischen und kulturellen Wirkungsgefügen werden in der vorherrschenden Dualität naturwissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Forschungsorientierung ausgeblendet. „Konkrete gesellschaftliche Problemlagen erfordern Lösungsprozesse (und Lösungen), die die Ordnung der Disziplinen überschreiten und über rein innerwissenschaftliche Forschungsprozesse und -ansätze hinausgehen“.

Insbesondere in der Nachhaltigkeitsforschung wie z. B. im Rahmen des Förderschwerpunkts Sozial-Ökologische Forschung stellen sich für Projekte komplexe Problemstellungen als Ausgangsfragestellungen, deren umfassende Behandlung die Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen und eine aktive Beteiligung von Akteuren aus der Praxis erfordert. Mittelstraß prägte das Verständnis, dass Umweltprobleme Folge des Zivilisationsprozesses sind und deshalb lebensweltliche Probleme darstellen. Zentrales Merkmal dieser Probleme ist deren Komplexität, die an den disziplinären Ordnungen nicht Halt macht: „Wo reines Spezialisten- und Expertentum versagt, Interdisziplinarität nicht greift, weil sie im System der Wissenschaft befangen bleibt und nicht verändert, Reduktionismus (welcher Art auch immer) nur zu Scheinlösungen führt, ist eine andere Orientierung geboten. Ihr Name ist Transdisziplinarität.“ Transdisziplinäre Forschung grenzt sich somit – wie der Begriff schon andeutet – zunächst von klassisch disziplinärer Forschung ab. Balsiger spezifiziert transdisziplinäre Forschung durch eine detaillierte Kontrastierung zur traditionellen, disziplinären Forschung: Unterscheidungsmerkmale sind Quellen der Forschungsfragen, Forschungsprozesse und deren Organisation, inhaltliche Orientierungen sowie Anforderungen im Sinne von Relevanzkriterien. Es kommt nach Mittelstraß insbesondere darauf an, wissenschaftliches Wissen mit lebensweltlichen Problemlagen und lebensweltlichen Zwecken wieder „ ... in problemlösender Absicht zu verbinden.“ Dies erfordert die Überwindung von zweierlei Grenzlinien: neben der Überschreitung disziplinärer Grenzen sind auch bestehende Grenzen zwischen wissenschaftlichem System und Wissen einerseits und Praxiswissen andererseits zu überwinden.


Schnellsuche

Methodologie

Externe Links

free of shipping costs
versandkostenfrei

zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ossena – Das Unternehmen nachhaltige Ernährungskultur
Reinhard Pfriem, Thorsten Raabe, Achim Spiller (Hg.):
Ossena – Das Unternehmen nachhaltige Ernährungskultur
Die Autoren
Prof. Dr. Reinhard Pfriem
Reinhard Pfriem ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Bietriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Betriebliche Unternehmenspolitik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. [weitere Titel]
Prof. Dr. Thorsten Raabe
Thorsten Raabe 1955, seit 2000 Lehrstuhl für Absatz und Marketing an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, zuvor ab 1996 Lehrstuhlvertretung ebenda. Zahlreiche Funktionen in der regionalen und überregionalen Wirtschaft und Leitung des von der Volkswagen AG finanzierten Graduiertenprojektes „Markenkultur und Unternehmenskultur“. [weitere Titel]
Prof. Dr. Achim Spiller
Achim Spiller 1964, seit April 2000 Universitätsprofessor am Institut für Agrarökonomie der Georg August Universität Göttingen, Lehrstuhl „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für „Agrarpolitik“ und Vorsitzender des Kuratoriums der QSGmbH Deutschland. [weitere Titel]