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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Wachstumspolitik im ideologischen Korsett
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Jochen Hartwig und Bernd Schips

Wachstumspolitik im ideologischen Korsett

13 Seiten · 3,65 EUR
(November 2008)

 
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Aus der Einleitung:

In der ersten Hälfte der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts musste die Schweiz eine ungewohnt lange Phase einer gesamtwirtschaftlichen Wachstumsschwäche „erleiden“. Entsprechend intensiv wurde über die Ursachen dieser Wachstumsschwäche diskutiert und nach Lösungsansätzen für dieses Problem gesucht. Die Mehrheit, der sich überhaupt noch für derartige gesamtwirtschaftliche Probleme interessierenden Ökonomen sprach sich dabei dezidiert gegen einen diskretionären Einsatz wirtschafts- und finanzpolitischer Instrumente zur Stimulierung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage aus. Auch auf der Seite der Politiker bestand eine verbreitete Skepsis in Bezug auf den Erfolg einer Stabilisierungspolitik. Überwiegend wurden die volkswirtschaftlichen Kosten einer temporären staatlichen Einflussnahme auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung höher eingeschätzt als der damit erreichbare gesamtgesellschaftliche Nutzen. Argumentiert wurde dabei hauptsächlich mit den früher gemachten einschlägigen Erfahrungen und mit dem aktuellen Stand der Wirtschaftstheorie zu Fragen der Grenzen und Möglichkeiten staatlicher Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen. Insbesondere wurden mögliche Auswirkungen von Wachstumsschwankungen auf das künftige gesamtwirtschaftliche Wachstum grundsätzlich verneint. Obwohl die Schweiz zwischen 1997 und Anfang 2001 eine konjunkturellen Erholungsphase erlebte, welche meist mit der so genannten „New economy“ in Verbindung gebracht wird, blieb die Wachstumsproblematik auf der wirtschaftspolitischen Agenda. Dies nicht zuletzt aufgrund der sich an die kurze Boomphase zum Ende des Aufschwungs anschließenden erneuten gesamtwirtschaftlichen Abschwächung. Am 4. März 2005 veranstaltete „Avenir Suisse“, ein von der Schweizer Wirtschaft finanzierter „Think Tank“, deshalb in Zürich eine Tagung unter dem Motto „Krankheitsbild Wachstumsschwäche: Differenzen in Diagnose und Therapie“. An dieser Tagung skizzierte Aymo Brunetti, der Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco), den Mainstream-Diskurs zur Wachstumstheorie und Wachstumspolitik in der Schweiz.


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Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
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Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
Der Autor
Dr. Jochen Hartwig
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. [weitere Titel]