sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Saturday, January 20, 2018
 welcome page » society  » social capital 
Was gehört mir? Wozu gehöre ich?
download size:
approx. 142 kb

Was gehört mir? Wozu gehöre ich?

Sozialkapital zwischen Eigentum und Zugehörigkeit

34 pages · 4.59 EUR
(July 2016)

 
I agree with the terms and conditions, especially point 10 (only private use, no transmission to third party) and accept that my order cannot be revoked.
 
 

Aus der Einleitung:

Das deutsche Verb 'Gehören' wird in zwei unterschiedlichen Sprachspielen verwendet. Beispielhaft stehen dafür die zwei Fragen 'Gehört das dir?' und 'Gehörst du zu ihm?'. Sie weisen auf eine Ambiguität hin, die – wie sich zeigen wird – im Innersten des Begriffs des Sozialkapitals sein Unwesen treibt. Auf der einen Seite wird das Sozialkapital nämlich als eine Ressource beschrieben, die einer Person zur Verfügung steht (oder ihr gehört). Auf der anderen Seite wird dem Sozialkapital ein Modell zugeordnet, in dem eine Person Teil eines Netzwerks ist (oder ihm angehört). In dieser Alternative verbirgt sich eine Gefahr. Denn wenn von Kapital – auch von Sozialkapital – die Rede ist, dann muss eigentlich sichergestellt sein, dass es auch einen Kapitaleigner oder Kapitalisten gibt. Doch die Ambivalenz, die in den Beziehungen des 'Gehörens' in Erscheinung tritt, lässt zweifelhaft erscheinen, ob ein solches Subjekt als Eigner regelmäßig identifizierbar ist. So tritt es im zweiten Beispiel gar nicht als jemand auf, dem etwas gehört. Damit droht die Rede von Sozialkapital ins Schwimmen zu geraten. Eigentumsansprüche lassen sich hier jedenfalls nicht so leicht fixieren wie im Falle anderer Kapitalsorten, die verfügbar und nach Belieben einsetzbar sind. In diesem Beitrag will ich die verschiedenen Bedeutungen des 'Gehörens', die in Aussagen der Form 'x gehört (zu) y' versteckt sind, analysieren und für die Diskussion des Sozialkapitals fruchtbar machen. Letztlich geht es dabei um nicht mehr und nicht weniger als um die menschliche Interaktion im Licht oder im Schatten der Ökonomie.


quotable essay from ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger P. Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Dr. Dieter Thomä
Dieter Thomä

seit 2000 Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. Seit 2011 leitet er dort das Masterprogramm „Management – Organisation – Kultur“ (MOK). Er was Fellow am Getty Research Institute, am Max Weber Kolleg und am Wissenschaftskolleg zu Berlin sowie Gastprofessor an der University of California at Davis und an der Brown University in Providence.