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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Was ist Neoliberalismus?
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Engelbert Stockhammer

Was ist Neoliberalismus?

Überlegungen angesichts wirtschaftspolitischer Reaktionen auf die Finanz- und Wirtschaftskrise

13 Seiten · 4,68 EUR
(Juli 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Die gegenwärtige Krise ist die heftigste seit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Trotz drei Jahrzehnten Neoliberalismus reagierte die Wirtschaftspolitik – im historischen Maßstab – recht pragmatisch und antizyklisch. Ungeachtet einer Ideologie, die die Effizienz und Stabilität freier Märkte anpreist, wurde nach anfänglichem Zögern wenig Zeit verloren und Abermilliarden in die Finanzmärkte gepumpt. Schließlich wurde Banken, Versicherungen und Automobilkonzerne (teil-)verstaatlicht. Der Eindruck der Rückkehr des Keynesianismus währte aber nur kurz. Zu klar ist mittlerweile, dass an eine ernste Umgestaltung des Finanz- und Wirtschaftssystems nicht gedacht ist. Aber wie passen die staatlichen Rettungsaktionen mit dem Neoliberalismus zusammen? Sind sie nicht genau dessen Gegenteil?

In diesem Artikel soll ausgehend vom augenscheinlichen Widerspruch zwischen umfangreichen Staatsinterventionen und der Vorherrschaft des Neoliberalismus der Frage nachgegangen werden, was den Neoliberalismus eigentlich ausmacht. Dazu wird zuerst der Übergang vom Fordismus zum Neoliberalismus beschrieben. Danach die Entwicklung der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008-09 nachvollzogen und dabei speziell die wirtschaftspolitischen Reaktionen behandelt. Schließlich werden drei verschiedene Interpretationen des Neoliberalismus gegenübergestellt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Krise! Welche Krise?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Jürgen Nordmann (Hg.):
Krise! Welche Krise?
Der Autor
Engelbert Stockhammer
Engelbert Stockhammer Wirtschaftsuniversität Wien, Mitherausgeber der „Schriftenreihe des Forschungsnetzwerks Makroökonomie und Makropolitik (FMM)“ [weitere Titel]