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Saturday, December 16, 2017
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Wenn Geld nicht immer gilt

Werteparallelität und bäuerliche Domestizierung von Geld im Nordosten Brasiliens

"Studien zur Monetären Ökonomie"  · volume 21

246 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-186-2 (March 1998 )

 
lieferbar in stock
 

Geld ist mehr als ein Wertmesser, ein Tauschmittel, ein Zahlungsmittel. »Seine Bedeutung geht weit über seine wirtschaftliche Funktion hinaus. Die moderne Gesellschaft ist eine monetäre Gesellschaft, und zwar nicht allein aufgrund der Tatsache, daß die Transaktionen auf Geld basieren oder ihre zahlreichen Aspekte durch Geld beeinflußt werden, sondern weil der moderne Geist im Geld am besten zum Ausdruck kommt.« So bezieht sich Aglietta auf Georg Simmel und für diesen scheiden sich am Geld die Welten, die mittelalterlich-absolutistische und die neuzeitlich-relativistische.

Brasilien ist ein zerrissenes Land. In einer von Ungleichzeitigkeiten geprägten Gesellschaft liegt die Herausforderung darin, dass beide Welten, die relativistische und die substantielle, als logische Weiten und als Wertreferenzen präsent sind. Personalistisch - hierarchische und formalistisch - egalitäre Strukturen stehen im Widerstreit und wirken auf die Rolle des Geldes ein. Gleichzeitig wirkt das Geld verstärkend auf diese Strukturen zurück.

Brasilien am Geld entlang gelesen, und das Geld - sein Wesen und seine Funktion - am Beispiel dieses heterogenen Landes dechiffriert, das ist das Anliegen dieser essayistisch vorgetragenen Studie. Den illustrativen Hintergrund bilden 10 Jahre aufregender Geldpolitik mit 5 Währungsumstellungen und monatlichen lnflationsraten bis zu 80%.