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Monday, December 11, 2017
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Wer hat Angst vor Hegel?
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Wer hat Angst vor Hegel?

16 pages · 3.27 EUR
(April 2015)

 
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Aus der Einleitung:

Um die europäische Universität braucht man sich gegenwärtig keine Sorgen zu machen. Die Einführung der Massenuniversität, der Abbau der alten Ordinarienherrlichkeit und der Bologna-Prozess der Internationalisierung der Universität haben so viel Unruhe ausgelöst und so viel Aufmerksamkeit auf die Universität gezogen, dass eine Fülle von Überlegungen und Maßnahmen in den Geschäftsführungen der Universitäten, in Aufsichtsbehörden, Think Tanks und Akkreditierungsinstituten, in Fakultäten, Studiengängen und auf Lehrstühlen und nicht zuletzt unter Studienbewerbern, ihren Eltern und künftigen Arbeitgebern stattgefunden haben und weiterhin stattfinden, die jede Bewerbung, jeden Anstellungsvertrag, jeden Forschungsantrag, jeden Studiengang und jede Prüfung in diesen Universitäten umdrehen und noch einmal umdrehen und der Universität so die inneren Anlässe verschaffen, sich auf neue Realitäten einzustellen und allmählich auch etwas von diesen neuen Realitäten zu verstehen.

Im Rückblick verblüfft, wie lange man es an den Universitäten mit Routinen ausgehalten hat, die nur deswegen administrative, wissenschaftliche und studentische Beweglichkeiten zuließen, weil es letztlich Personen waren, die für eine Vielzahl von Entscheidungen des Ausbaus und Abbaus von Forschung und Lehre verantwortlich waren, und nicht Verfahren. Die Beweglichkeiten reichten jeweils so weit wie der Horizont der beteiligten Personen; und das war in einer gebildeten Gesellschaft, die sich qua Lektüre auf die ganze Welt beziehen konnte, nicht wenig. Sehr genau haben dieselben Personen seinerzeit den Verlust dieser Beweglichkeit verzeichnet, als mit der Massen- und Reformuniversität neues Personal ohne den entsprechenden Bildungshintergrund Forschung, Lehre, Verwaltung und Studium an den Universitäten übernahm. Heute müssen daher Verfahren die Beweglichkeit sicherstellen; und dabei handelt es sich vor allem um Verfahren, die den internationalen Vergleich sicherstellen, indem sowohl Lehrende und Forschende als auch Studierende und Drittmittelgeber mithilfe eines Kalküls ihrer alternativen Optionen jede einzelne Universität mit diesen Alternativen bekanntmachen.


quotable essay from ...
Die Aufgabe der Bildung
Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.):
Die Aufgabe der Bildung
the author
Prof. Dr. Dirk Baecker
Dirk Baecker

Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke.

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