Adrian Portmann
15 Seiten · 4,83 EUR
(April 2008)
Aus der Einleitung:
Das Thema, das mir gestellt wurde, ist die Bedeutung der Erfahrung für die alimentäre Praxis. Ich frage also, welches Gewicht Erfahrungen, und das heißt immer: subjektive Erfahrungen haben – zunächst für die Einzelnen, und dann für die Ernährungskultur insgesamt. Damit verbunden ist eine theoretische Frage, die Frage nämlich, wie solche subjektiven Faktoren konzipiert werden können.
Ich beginne mit dem letzten Punkt, mit einem Modell, das es erlaubt, subjektive und kulturelle Faktoren sowie Erfahrungen und Bedeutungen in Beziehung zu setzen. Ausgehend von diesem Modell werde ich dann die Rolle der Erfahrung und des Subjekts für die alimentäre Praxis untersuchen, und zwar anhand einer Reihe von konkreten Beispielen. Zum Schluss frage ich, was das nun für die empirische Ernährungsforschung bedeutet und welche Schwierigkeiten wir uns mit einer Subjektorientierung allenfalls einhandeln.