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Friday, July 1, 2016
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Julia Böllhoff und Nicole Wiedinger (Hg.)

Wir segeln in unerforschten Gewässern

Debatten des Wirtschaftsphilosophischen Clubs München

"Wirtschaftsphilosophie" · volume 2

233 pages · 19.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1007-6 (April 2013)

 
lieferbar in stock
 
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this book is also available as eBook (PDF)
to download at the price of 16.24 EUR
 

Description

Das Institut für Wirtschaftsgestaltung hat 2004 in München einen Wirtschaftsphilosophischen Club ins Leben gerufen. Schnell ist er eine Institution und ein beliebter Treffpunkt von überregionaler Anziehungskraft geworden. Wissenschaftler, Manager und Unternehmer sowie Künstler und Vertreter aus der Politik diskutieren in wechselnder Runde aktuelle Fragen und grundlegende Themen der Wirtschaftskultur.

In diesem Buch ist eine Auswahl brisanter Beiträge und treffender Resümés von Referenten und Teilnehmern aus den Jahren 2004 bis 2011 versammelt, orientiert an drei Leitfragen: Wie lässt sich Wirtschaft aus Quellen alten Denkens weiterentwickeln? Welchen Reim macht sich die Wirtschaftsphilosophie auf gesellschaftliche Phänomene unserer Zeit? Was hat die Literatur an Wirtschaftswissen in den Ring zu werfen?

Klare Diagnosen, scharfe Polemiken, poetische Erinnerungen und sensible Vorhersagen: Im Zusammenspiel zeigen die einzelnen Positionen eine beherzte Annäherung an Gedanken, Ideen und Aspekte, die sonst in der rapide sich wandelnden Wirtschaftswelt unserer Tage unter die Räder gerieten. In ihren Tendenzen durchaus unterschiedlich, in manchem sogar kontrovers, herrscht in allen Beiträgen in einer Hinsicht doch Einigkeit: Wirtschaft besteht nicht nur aus Marktmechanismen - Wirtschaft ist Kultur. Und darin liegt auch ihre Zukunft.

Inhalt


Vorwort
Dass es Welt gibt!

I PHILOSOPHEN ALS ÖKONOMEN

1 Freundschaft, Vernunft und Rendite
Nicole Wiedinger
Aristoteles und die Ökonomie der Freundschaft

2 The Quality of Life - in einer globalisierten Welt
Felix Denzinger
Universalismus und Relativismus in der Weltkultur

Wolf Dieter Enkelmann
Martha Nussbaum: Aristoteles' Idee freier Werte im Praxistest

3 Zorn, eine unterschätzte Produktivkraft
Nicole Wiedinger
Zu Peter Sloterdijks Zorn und Zeit

Wolf Dieter Enkelmann
Ökonomie so und anders

Holger Möller
Wut, Hass, Zorn. Zur Differenzierung der Aggressionskräfte

Ingeborg Szöllösi
Nietzsche, der zornige Denker

II ÖKONOMIE UND GESELLSCHAFT

1 Kulturen des Wirtschaftens
Tatjana Schönwälder-Kuntze
Unterschiedliche Formen des Wirtschaftens und die Möglichkeiten einer globalen Kultur

2 Kunst und Wirtschaftswahrheit
Wolfgang Ullrich
Der Unternehmer als Erzieher

3 Endet das Zeitalter der Ingenieure?
Wolf Dieter Enkelmann
Endet das Zeitalter der Ingenieure? - Transhumanismus, Unschuld und Demokratie

4 Die Ökonomie des langen Lebens
Nicole Wiedinger
Ideen zur Ökonomie des langen Lebens

Matthias Hirth
Time Trade Off. Das letzte Jahr im Leben meiner Großmutter

Wolf Dieter Enkelmann
Altertumskunde

5 Der Wert der Reichtums
Andreas Beck und Wolf Dieter Enkelmann
Von Werten und Welten

Philipp A. Schoeller
Eine kleine Philosophie für Reiche oder: Das Ende großer Testamente

Birger P. Priddat
Viel Geld? Glück, Nichtwissen und die Vitalisierung des Reichtums

Stefan Zacher
Georges Bataille: Verschwendung für die Weltwirtschaft

6 Trauma Steuern - Staatseinkommen und Bürgerauskommen
Michael Wendt
Steuern im demokratischen Steuerstaat

Wolf Dieter Enkelmann
Der Markt, der Staat, die Freiheit und der soziale Frieden

III DAS ÖKONOMISCHE WISSEN DER LITERATUR

1 William Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig
Wolf Dieter Enkelmann
"Gewinn ist Segen, wenn man ihn nicht stiehlt"

Stefan Zacher
Der Kaufmann von Venedig in volkswirtschaftlichen Ohren

Axel Nitz
Der Kaufmann von Venedig: Geld, Gegenwerte, Geschäftstüchtigkeit und Kultur

2 Wirtschaft, Literatur und die unsichtbare Hand des Adam Smith
Jochen Hörisch
Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann
Literatur zur Lösung der Finanzkrise

known reviews by the publisher (abridgements)

P.S. Buchbeilage, 13.10.2013, S. 6 (Hans Steiger)  [ to top ]

"Hier hervorzuheben ist der Text über Martha C. Nussbaum. Die markante US-Philosophin hat an einem Weltinstitut für wirtschaftliche Entwicklungsforschung eine «Minimaltheorie des Guten» entwickelt und mit dem Etikett eines «Aristotelischen Sozialdemokratismus» versehen. Sie setzt auf zehn «Grundfähigkeiten des Menschen», die durch entsprechende Gestaltung der Gesellschaft fruchtbar zu machen sind. Eine davon ist etwa «die Fähigkeit, sich eine Vorstellung vom Guten zu machen und kritisch über die eigene Lebensplanung nachzudenken»."


the authors
Julia Böllhoff
Literaturwissenschaftlerin, Carta Pura München,
Nicole Wiedinger
Philosophin und Theaterwissenschaftlerin, Geschäftsleiterin Institut für Wirtschaftsgestaltung München [more titles]
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