sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Sunday, November 19, 2017
 welcome page

Wohlstand und Armut

Eine allgemeine Theorie über Eigentum, Geld, Güter und Staat

416 pages ·  34.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-835-0 (September 2010 )

Register

 
 

Analytisch-theoretische Strenge verbunden mit praktischer Relevanz - darin liegt die besondere Bedeutung von Wohlstand und Armut. Die Eigentumsgesellschaft - der sogenannte Kapitalismus - ist durch eine dialektische Paradoxie charakterisiert: Einerseits bringt sie historisch einmaligen Reichtum hervor, andererseits zerstört sie den schon erworbenen Wohlstand. Beides zusammen widerlegt sowohl Marx wie seine Gegner aus dem neoliberalen Lager.

Wohlstand und Armut liefert zunächst eine allgemeine Theorie über Eigentum, Geld, Güter und Staat, welche die Ursachen dieser zweifachen Entwicklung aufdeckt. Dabei wird die Tendenz zur Selbstzerstörung auf die fortschreitende Konzentration von Einkommen und Vermögen in immer weniger Händen zurückgeführt. Man braucht sie also nicht aus persönlicher Gier abzuleiten. Denn es ist das Lebensprinzip der Eigentumsgesellschaft, die Bereicherung der Individuen zu fördern und zu belohnen. Aus dieser Einsicht ergibt sich die praktische Relevanz der theoretischen Grundlegung: Gefragt ist eine Neudefinition der Rolle des Staates. Wie kann dieser den Wohlstand fördern, ohne dass eine übermäßige Konzentration des Eigentums in wenigen Händen den Lebensstandard der Mehrheit wieder gefährdet? Statt den Vorgaben der mächtigsten Lobbys zu folgen, muss der Staat seine wichtigste Aufgabe darin erblicken, als demokratischer Sachwalter der Allgemeinheit in Erscheinung zu treten. Der Neue Fiskalismus schlägt dafür eine verblüffend einfache Lösung vor.

Berliner Debatte Initial 22 (2011) 3, S. 131-133 ()

"Der umfangreiche Text folgt keinem strengen chronologischen oder systematischen Schema. Überall finden sich historische Einsprengsel und theoretische Erörterungen, aber auch aktuelle Bezüge. Dies ist positiv zu werten, da es die Lektüre abwechslungsreicher macht. Ausführungen über die Innovationsfeindschaft feudaler Gesellschaften sind angereichert mit Exkursen über die Rolle der Juden bei der Genese der Eigentumsgesellschaft, über Inflation und Deflation, über "Geld ohne Arbeit" und über den Zinseszinsmechanismus. Streng systematisch geht der Autor dann aber der Frage nach, "wie das Geld in die Welt kommt". Er unterscheidet vier Möglichkeiten: "als eigenbesichertes Warengeld" (Gold und Silber), als "direkt fremdbesichertes" (durch Wertpapiere gedeckt) bzw. "indirekt fremdbesichertes Geld" (durch die volkswirtschaftliche Leistung gedeckt) und als "Willkürgeld" (136f.)."

pv-portal.de, HR 5.45; NR 2.21, 5.41, 19.1.2011 ()

Der Autor ersetzt den Begriff des Kapitalismus durch den der Eigentumsgesellschaft. Diese ist für ihn das einzig historisch entwickelte Wirtschaftssystem, das in verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte zu einer Steigerung des Wohlstands und dessen Verbreitung über größere Bevölkerungsanteile geführt hat. Er sieht allerdings auch die Gefahr einer Konzentration des Wohlstands in den Händen eines immer kleineren Bevölkerungsanteils. Dieser Grundgedanke bildet den Ausgangspunkt seiner umfassenden Studie. Jenner zeigt auf, dass diese Entwicklung zwar untrennbar mit der Eigentumsgesellschaft verbunden ist, es aber dennoch durch eine umsichtige Finanzpolitik und unter Beibehaltung der der Eigentumsgesellschaft inhärenten produktiven Kräfte überwunden werden könne. Aufbauend auf eine detaillierte Analyse der grundlegenden Zusammenhänge von Wirtschaft und staatlichem Handeln entwickelt der Autor ein finanzpolitisches Konzept, in dem der Staat als ein die Selbstheilungskräfte des Systems stärkender Schiedsrichter fungiert. Das gegenwärtige System wird vom Autor kritisiert, weil der Staat Arbeit und Leistung des Einzelnen durch eine zu hohe Besteuerung bestrafe, anstatt von denjenigen zu nehmen, die dem Ganzen zuviel durch ihren Verbrauch entziehen. Jenner räumt ein, dass diese Vorgehensweise in der Vergangenheit unumgänglich war: "Heute ist sie dagegen ein gefährlicher Anachronismus, der Staat und Bürger einander entfremdet und letztlich dafür verantwortlich ist, dass die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich die Eigentumsgesellschaft selbst in Gefahr bringt." (17) Zur Lösung des Problems schlägt der Autor ein neues Steuersystem vor, dass der zunehmenden Verschärfung sozialer Ungleichheit entgegenwirken soll, indem es vor allem den Verbrauch von Gütern der Allgemeinheit besteuert. Auf der Grundlage dieses neuen Fiskalismus versucht Jenner, eine Abkehr vom Wachstumszwang und eine Wende hin zu größerer Nachhaltigkeit zu erreichen.


the author
Dr. Gero Jenner
Gero Jenner ist Wirtschaftsautor und Asienwissenschaftler. Nach einem längeren Arbeits- und Forschungsaufenthalt in Japan lebt er heute in der Steiermark. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zu gesellschaftspolitischen Themen, darunter Die Arbeitslose Gesellschaft (1997), Das Ende des Kapitalismus (1999), Energiewende (2006) und Das Pyramidenspiel (2008). [more titles]
known reviews by the publisher
  • "wie das Geld in die Welt kommt" ...
    Berliner Debatte Initial 22 (2011) 3, S. 131-133 more...
  • "Zur Lösung des Problems schlägt der Autor ein neues Steuersystem vor" ...
    pv-portal.de, HR 5.45; NR 2.21, 5.41, 19.1.2011 more...
that may interest you, too