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Sunday, October 22, 2017
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Zugänge zur Klimadebatte in Politikwissenschaften, Soziologie und Psychologie

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 4

400 pages ·  38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-940-1 (September 2012 )

 
 

Der Klimawandel als vom Menschen verursachtes Phänomen erfordert zur adäquaten Problemanalyse und zur Entwicklung daran ansetzender Lösungsstrategie das Einnehmen einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Im vorliegenden Sammelband werden relevante Facetten des Klimawandels im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik und Ökonomie interdisziplinär beleuchtet und folgende Fragen erörtert:

  • Welche sind die psychologischen, politischen und zivilgesellschaftliche Ursachen der Klimawandelproblematik und welche Hindernisse existieren bei der Etablierung wirksamer Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen?
  • Welche gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels lassen sich erwarten, wenn ambitionierte Klimaschutzstrategien fehlschlagen?
  • Welche Chancen weisen spezifische Klimaschutzmaßnahmen auf, und welche Grenzen sind ihnen nicht nur durch technische Einschränkungen, sondern vor allem durch gesellschaftliche Strukturen und unbeabsichtigte Nebenfolgen gesetzt?

Der Band zielt darauf ab, Antworten auf diese drei zusammenhängenden Fragenkomplexe zu entwickeln und dadurch wichtige Beiträge für die notwendige gesellschaftliche Transformation hin zu mehr Klimaschutz zu leisten.

  • Felix Ekardt/ Udo Kuckartz/ Uwe Schneidewind/ Markus Vogt: Zum Geleit: Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung
  • Tobias Ide/ Angelika Gellrich/ Tamina Christ: Einleitung. Der Klimawandel im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik und Ökonomie

Teil I: Psychologische, politische und (zivil-) gesellschaftliche Ursachen des Klimawandels und Hindernisse des Klimaschutzes

  • Jacob Schewe: Klimawandel und Intuition
  • Tobias Ide: Eine kurze Geschichte des Scheiterns. Oder: Warum wir wissen, dass es schlimm kommt, und trotzdem (fast) nichts ändern
  • Peter von Philipsborn: Instrumente der Umwelt- und Klimapolitik
  • Timmo Krüger: Die Stabilisierung des hegemonialen Diskurses der ökolo¬gischen Modernisierung in der internationalen Klimapolitik durch Carbon Capture and Storage (CCS)
  • Melanie Müller: Lobbyarbeit, Protest und ungleiche Teilhabe. Nichtregierungsorganisationen und soziale Bewegungen in der internationalen Klimapolitik

Teil II: Gesellschaftliche Folgen des Klimawandels

  • Wiebke Lass: Ökonomische Folgen des Klimawandels
  • Tobias Ide: Kriege und Gewaltkonflikte als Folge des Klimawandels?
  • Miriam Smidt: Globale Erwärmung und globaler Marsch: Flucht und Migra¬tion im Zeitalter des Klimawandels

Teil III: Grenzen und Chancen von Klimaschutzmaßnahmen

  • Tamina Christ: Milieuspezifischer Umgang mit dem Klimawandel. Eine Analyse des Klimabewusstseins und des klimarelevanten Verhaltens von RepräsentantInnen des postmateriellen, experimentalistischen und konsum-materialistischen Milieus in Deutschland
  • Angelika Gellrich: Umweltwerbung. Kann man über zielgruppengerechtes Design erfolgreich Werbung für den Klimaschutz machen?
  • Miriam Smidt: "Umweltbewusstsein" von türkischen MigrantInnen und Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland - Bestandsaufnahme
  • Maria Proestou: Windenergie am Beispiel der Insel Amorgos. Institutionen, Neigungen und Urteilsbildungsprozesse
  • Elif Gökpinar: Entwicklungen und Auswirkungen von Staudamm- und Bewässerungsprojekten in der Südosttürkei
  • Christoph Schimke: Klimaschutz mit Kohle: Die Kommunikation der CO2-Abscheidung
  • Kerstin Döscher/ Julia Verlinden: Vom Wissen zum Handeln im Alltag - ein Selbstversuch unter KollegInnen zur Verwirklichung nachhaltiger Lebensstile
Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 14.03.2013, abgerufen am 28.03.2013. ()

"Der Band versammelt Beiträge, die sich jenseits naturwissenschaftlich?technischer Aspekte mit Fragen der Herbeiführung und Bemessung nachhaltiger Gesellschaften befassen. Während damit in wissenschaftspolitischer Hinsicht die mehr als berechtigte Forderung verbunden ist, dass nicht die Naturwissenschaften alleine mit dem Etikett der "Nachhaltigkeitswissenschaft" (9) versehen werden dürfen, verfolgen die Herausgeber mit der Präsentation ihrer Beiträge drei konkrete Ziele. Zum einen versuchen sie anstelle der Ursachen des Klimawandels seine gesellschaftlichen Auswirkungen - sowohl auf Makro? wie auch auf Mikroebene - in den Blick zu nehmen. Zum anderen ist es ihnen ein Anliegen, die Klimasozialforschung allgemeinverständlich darzustellen, sodass der Band auch für ein breites, außeruniversitäres Publikum zugänglich wird. Und schließlich wollen sie die Bandbreite der vertretenen Fachperspektiven über die bislang schon dominanten rechts? und wirtschaftswissenschaftlichen Ansätze hinaus auf die drei im Titel genannten Disziplinen ausweiten. Wie gut das gelingen kann, wird etwa anhand des Beitrages von Wiebke Lass deutlich. Lass geht der Frage nach, inwieweit monetäre, auf Kosten?Nutzen?Ansätzen basierende Projektionen künftiger Kosten des Klimawandels überhaupt einen adäquaten Entscheidungshintergrund für in diesem Zusammenhang einschlägige, allgemein verbindliche Entscheidungen abgeben: "Als 'rational' gilt meist nur, was sich auch wirtschaftlich 'rechnet'." (145) Zieht man jedoch in Betracht, dass sich etwaige künftige Klimakatastrophen auch jenseits gegenwärtig kalkulierbarer Modelle bewegen können, dann wird die im Grunde genommen nicht vorhandene Aussagekraft des Kosten?Nutzen?Ansatzes deutlich, der nur dann belastbare Aussagen generiert, wenn eine Eskalation in der Klimaentwicklung ausbleibt. Zudem scheint aus dieser Perspektive immer die Vorstellung einer Welt mit durch, die dann optimal - im betriebswirtschaftlichen Sinne - verläuft, wenn keine vermeintlich zusätzlichen Kosten für klimapolitische Maßnahmen entstehen. So perpetuiert sich, wie Lass zutreffend argumentiert, die Hegemonie der Skeptiker des Klimawandels beständig selbst, wohingegen Klimapolitik nicht nur in ihren einzelnen Maßnahmen, sondern in ihrer Zweckmäßigkeit überhaupt infrage gestellt bleibt."


the authors
Tamina Christ
Tamina Christ Studienleiterin am Sinus-Institut für Markt- und Sozialforschung in Heidelberg; Abteilung Sozialforschung; Arbeitsschwerpunkte: Umwelt- Natur- und Klimabewusstsein, nachhaltiger Konsum, Engagement, Partizipation und Bildung; Studium der (Umwelt-)Soziologie an der Universität Potsdam und der Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin; aktives Engagement in verschiedenen NGOs zum Klimaschutz. [more titles]
Angelika Gellrich
Angelika Gellrich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel und promoviert dort über die psychologischen und sozialen Bedingungen zur Übernahme klimaschonender Innovationen im Energiesektor. Sie hat Psychologie an der Universität Göttingen sowie an der Universität von Padua (Italien) studiert. Seit 2004 ist sie aktives Mitglied der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. (IPU) und hat in 2009 am Ausbildungsprogramm Zukunftspiloten des Deutschen Naturschutzrings teilgenommen. [more titles]
Tobias Ide
Tobias Ide promoviert in der Forschungsgruppe Climate Change and Security (CLISEC) zur Rolle von Diskursen für klimawandelinduzierte Gewaltkonflikte. Gleichzeitig arbeitet er als wissenschaftliche Hilfskraft am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in der Forschungsgruppe "Biofuel as Social Fuel". Von 2005 bis 2011 studierte er Politik- sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig und Nijmegen. Er ist Promotionsstipendiat der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und erhielt ein Studienstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. [more titles]
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  • "Wie gut das gelingen kann, wird etwa anhand des Beitrages von Wiebke Lass deutlich." ...
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