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Thursday, August 25, 2016
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Zukunftsfähiger Wohlstand

Der Beitrag der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft zu Lebensqualität und nachhaltiger Entwicklung

"Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung" · volume 2

pdf270 pages · 26.90 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-613-4 (July 2007)
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Description

Dieses Buch befasst sich damit, wie ein zukunftsfähiges Wohlstandskonzept aussehen kann, das den weltweiten sozialen und ökologischen Herausforderungen begegnet.

Ausgehend von der These, dass kleine und mittlere Unternehmen einen erheblichen Beitrag zu Lebensqualität und nachhaltiger Entwicklung auf der regionalen Ebene leisten können, untersucht das interdisziplinäre Forschungsteam die gesellschaftlichen Leistungen eines Wirtschaftszweigs, der eine Pionierrolle einnimmt: Betriebe der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Dabei werden insbesondere bisher ungenügend wahrgenommene gesellschaftliche Leistungen dieser Unternehmen, wie die Vermittlung von Wissen und Erfahrung und das Engagement in regionalen Netzwerken und Vereinen analysiert. Unter Berücksichtigung des regionalen und institutionellen Kontexts und der Erkenntnisse über Kundenbedürfnisse formulieren die Wissenschaftler(innen) Strategieempfehlungen, wie die Rolle der Bio-Lebensmittelwirtschaft für nachhaltige Regionalentwicklung gestärkt werden kann. Die Untersuchungen und Schlussfolgerungen beziehen sich vor allem auf die Region Berlin-Brandenburg - ein Untersuchungsgebiet, das wegen des Kontrasts eines dynamischen Ballungsraums mit vielfältiger Kundenstruktur und den Herausforderungen peripherer ländlicher Gebiete äußerst interessant ist.

Bei dem Projekt "Regionaler Wohlstand neu betrachtet" handelt es sich um inter- und transdisziplinäre Forschung, die im Rahmen des Sozialökologischen Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verwirklicht wurde. Kennzeichen dieses Forschungstyps ist der kontinuierliche Einbezug von Akteuren aus der Praxis - in diesem Fall der Bio-Lebensmittelwirtschaft, den Verbänden und der Politik. Resultat des Projekts sind somit nicht nur innovative wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse, sondern auch die Erprobung von Instrumenten, mit denen die Ergebnisse zeitnah an die Praxis vermittelt und in laufende Prozesse eingespeist werden konnten.

Inhalt

  • Teil I: Zukunftsfähiger Wohlstand:
    Untersuchungsrahmen und Methodik
  • Kapitel 1
    Zukunftsfähiger Wohlstand - ein Analyserahmen für die Nachhaltigkeitsforschung
  • Martina Schäfer, Lydia Illge, Benjamin Nölting
  • 1.1 Einleitung
    1.2 Nachhaltigkeitsverständnis des Forschungsprojekts: normative Grundlagen und Mindestanforderungen nachhaltiger Entwicklung
    1.3 Wohlstandsverständnis des Forschungsprojekts: Lebensqualität als lebensweltliche Ergänzung des Nachhaltigkeitskonzeptes
    1.4 Schlussfolgerungen aus dem Nachhaltigkeits- und Wohlstandsverständnis für die Fragestellungen und Vorgehensweise im Forschungsprojekt
  • Kapitel 2
    Nachhaltigkeitsindikatoren für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin-Brandenburg
  • Martina Schäfer, Lydia Illge
  • 2.1 Einleitung
    2.2 Operationalisierung für einen regionalen Wirtschaftszweig
    2.3 Kriterien- und Indikatorenset
    2.4 Schlussfolgerungen
  • Teil II: Ergebnisse:
    Wohlstandsleistungen, institutioneller Kontext und Kundenbedürfnisse
  • Kapitel 3
    Die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im regionalen und institutionellen Kontext
  • Benjamin Nölting
  • 3.1 Die ökologische Ernährungswirtschaft im Kontext der Region Berlin-Brandenburg
    3.2 Ökonomische Struktur der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft
    3.3 Institutionelle Rahmenbedingungen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in der Region
    3.4 Fazit: Die ökologische Ernährungswirtschaft zwischen Bio-Boom und stockender Regionalentwicklung
  • Kapitel 4
    Beitrag der Bio-Betriebe zu "Zukunftsfähigem Wohlstand" - Ergebnisse einer Unternehmensbefragung in Berlin-Brandenburg
  • Lydia Illge, Martina Schäfer
  • 4.1 Einleitung
    4.2 Vorgehensweise bei der Unternehmensbefragung und Repräsentativität der befragten Unternehmen
    4.3 Ökonomische Situation der Bio-Unternehmen, Motivation, Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen
    4.4 Aktivitäten des Umwelt- , Natur- und Landschaftsschutzes
    4.5 Aktivitäten zum Erhalt und zur Schaffung regionalen Human- und Wissenspotenzials
    4.6 Aktivitäten zum Erhalt und zur Schaffung sozialer Ressourcen
    4.7 Innerbetrieblicher Beitrag zum individuellen Wohlergehen und Motivation der Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter
    4.8 Betriebstypenanalyse hinsichtlich der gesellschaftlichen Aktivitäten
    4.9 Fazit
  • Kapitel 5
    Bio-Betriebe - vielseitige Lernorte im ländlichen Raum
  • Tina Boeckmann
  • 5.1 Einführung
    5.2 Methoden
    5.3 Wissensvermittlung durch Bio-Landwirte - Motive und Kontextbedingungen
    5.4 Lernen von der Bio-Landwirtschaft - Lernprozesse aus der Sicht von Umfeldakteuren
    5.5 Einflussgrößen erfolgreicher Lernprozesse
    5.6 Zusammenfassung
  • Kapitel 6
    Engagement der Bio-Betriebe in Netzwerken - von betrieblichem und regionalem Nutzen
  • Martina Schäfer
  • 6.1 Einleitung
    6.2 Wissenschaftliche Debatte über regionale Netzwerke
    6.3 Regionale Vernetzung der Bio-Betriebe in Berlin-Brandenburg
    6.4 Schlussfolgerungen
  • Kapitel 7
    Welche Wünsche haben Konsumentinnen und Konsumenten in Bezug auf ökologische Produkte und Dienstleistungen?
  • Elke Baranek
  • 7.1 Einleitung
    7.2 Potenzielle Zielgruppen und erreichte Kundengruppen erkennen - das Instrument der Kundencharakteristik
    7.3 Anknüpfungspunkte für zielgruppenspezifische Marketingstrategien
    7.4 Übergreifende Marketingstrategieempfehlungen
  • Teil III:
    Praxisbezug und strategische Empfehlungen
  • Kapitel 8
    Schritte in die Praxis: Wissenschaftliche Erkenntnisse als Ausgangspunkt für Umsetzungsprozesse
  • Veronika Hilbermann
  • 8.1 Zur Zielsetzung der Praxisprojekte
    8.2 Inhaltliche Grundlagen der Praxisprojekte
    8.3 Entwicklung und Umsetzung der Praxisprojekte
    8.4 Fazit
  • Kapitel 9
    Die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft als ein Baustein nachhaltiger Regionalentwicklung: Strategien für die Region Berlin-Brandenburg - und darüber hinaus
  • Benjamin Nölting, Martina Schäfer
  • 9.1 Potenziale der ökologischen Lebensmittelwirtschaft - Wohlstandsleistungen und Handlungsbedarf in Berlin-Brandenburg
    9.2 Strategische Elemente zur Stärkung der Wohlstandsleistungen durch die ökologische Lebensmittelwirtschaft
    9.3 Umsetzungsschritte: Akteure, Rahmenbedingungen und politische Strategien
    9.4 Fazit
  • Teil IV:
    Methodische und inhaltliche Reflexion
  • Kapitel 10
    Forschung mit und für die Praxis - Reflexion der transdisziplinären Arbeitsweise im Projekt
  • Tina Boeckmann, Benjamin Nölting, Martina Schäfer
  • 10.1 Einleitung: Zum Verständnis inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung
    10.2 Bausteine der transdisziplinären Vorgehensweise im Projekt
    10.3 Wirkung des Forschungsprojekts in der Praxis
    10.4 Fazit: Qualitäten transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung
  • Kapitel 11
    Zukunftsfähiger Wohlstand - Kommentar aus der Perspektive einer (Wirtschafts-) Wissenschaftlerin
  • Adelheid Biesecker
  • 11.1 Zur Einführung: Einordnung in die Debatten um Wohlstandsverständnisse
    11.2 Zukunftsfähiger Wohlstand - die theoretische Grundlage des Forschungsprojekts
    11.3 Zukunftsfähiger Wohlstand - ein sozial-ökologisches Konzept als Ergebnis eines sozial-ökologischen Forschungstyps
    11.4 Zukunftsfähiger Wohlstand - was fehlt, was reicht noch nicht aus, was muss noch erweitert werden?
    11.5 Zukunftsfähiger Wohlstand - Schlüsselthema dieses Jahrhunderts

known reviews by the publisher (abridgements)

Zeitschrift für Politikwissenschaft, Online 7.4.2008 ()  [ to top ]

"In der Diskussion um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen geht es unter dem Stichwort "Corporate Social Responsibility" zumeist um große und multinationale Unternehmen. Welchen Beitrag hingegen kleine und mittlere Betriebe zu Nachhaltigkeit und Lebensqualität leisten können, ist Gegenstand dieses Bandes, mit dem die Ergebnisse eines im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführten mehrjährigen praxisorientierten Forschungsprojektes präsentiert werden. Das aus Sozial-, Natur- und Planungswissenschaftlern zusammengesetzte Forschungsteam hat am Beispiel von Unternehmen der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin-Brandenburg untersucht, inwieweit kleinere Unternehmen Wohlstandsleistungen erbringen und damit zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen. Als Analyserahmen wurde ein Konzept des zukunftsfähigen Wohlstands entwickelt und in Form eines Indikatorensets operationalisiert, mit dem die bisher getrennt verlaufenden Diskurse über Lebensqualität (Mensch) und Nachhaltigkeit (Natur) verknüpft wurden. Auf dieser Grundlage wurde die gesamte Wertschöpfungskette der Biobranche (Produktion, Verarbeitung, Handel, Konsum) untersucht. Gefragt wurde u. a. nach inner- und außerbetrieblichen sozialen Aktivitäten, nach Formen der Wissensvermittlung, gegenseitigem Austausch und Vernetzung in Verbänden und Vereinen. Zudem wurden die Wechselwirkungen zwischen markt- und nichtmarktlichen Tätigkeiten sowie die institutionellen Rahmenbedingungen analysiert. Die Analysen münden in Handlungsempfehlungen darüber, wie die Bio-Lebensmittelbranche als Akteur einer nachhaltigen Entwicklung gestärkt werden kann. Kennzeichnend für das Projekt ist der starke Praxisbezug, der mit einem eigenen Beitrag kritisch reflektiert wird. Für weitergehende Forschungen ist zudem der abschließende Kommentar von Biesecker interessant, die das Projekt im Kontext der Theoriedebatten einordnet, dessen besonderen Stärken hervorhebt, aber auch Schwachpunkte benennt."

Umweltjournal, http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/rezensionen/14161.php ()  [ to top ]

Köln, 22.05.2008: Bio-Lebensmittel werden nachgefragt wie nie, die Branche boomt. Doch dass die ökologische Ernährungswirtschaft nicht nur einen Beitrag zur Lebensqualität des Verbrauchers, sondern auch zur nachhaltigen Entwicklung leistet, scheint beim Konsumieren oft unterzugehen. Aber gerade das macht Bio so zukunftsfähig.

Zunächst verwundert es ein wenig, dass die etablierte Reihe "Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung" dem Wohlstand einen ganzen Band widmet. Denn wenn Wohlstand wirklich zukunftsfähig wäre, was müssten darüber noch Worte verloren werden? Doch keines der Worte auf den 270 Seiten des Buches ist zu viel: Die AutorInnen zeigen Analysen, Methoden und Erkenntnisse aus der Untersuchung von Betrieben, die ökologische Lebensmittel produzieren, verarbeiten und vermarkten. Im Mittelpunkt der klar strukturierten und wissenschaftlich fundierten Darstellungen stehen die Rahmenbedingungen, die den kleinen und mittleren Unternehmen das Wirtschaften erleichtern, aber auch erheblich erschweren können. Und gerade die Wahl der so kontrastreichen Region Berlin - Brandenburg als Beispiel zeigt, dass Forschung im Bereich Der Begriff Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Forstwirtschaft verwendet: Danach soll nur soviel Holz aus dem Wald entnommen werden, wie in dem jeweiligen Gebiet nachwachsen kann.Nachhaltigkeit immer interdisziplinär bleiben wird.



Ökologisches Wirtschaften 1/2008, S. 56 ()  [ to top ]

"Kleine und mittlere Unternehmen können auf der regionalen Ebene einen erheblichen Beitrag zu Lebensqualität und nachhaltiger Entwicklung leisten. Dies ist die Ausgangsthese des Buches "Zukunftsfähiger Wohlstand".

Die Autor(inn)en stellen den Lebens- und Wirtschaftsstil in den Industrienationen infrage und favorisieren stattdessen einen Wohlstandsbegriff, dessen Leitbild nachhaltige Entwicklung ist. Was tatsächlich getan wird und was noch getan werden kann, ist Forschungsgegenstand des interdisziplinären wissenschaftlichen Projekts "Regionaler Wohlstand neu betrachtet". Untersuchungsobjekte sind kleine und mittlere Unternehmen der Betriebe der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel in Berlin-Brandenburg.

Der Fokus der Analyse liegt auf den institutionellen Regelungen und Rahmenbedingungen, die das gesellschaftliche Wirken von Bio-Unternehmen behindern oder unterstützen. Dazu kommt die Frage, welche Anforderungen Konsument(inn)en an Bio-Produkte stellen.

Das Buch soll als Mittel dienen, eine Methodik zur Untersuchung nachhaltigen Wohlstands zu entwickeln. In einem weiteren Schritt könnte, so die Autor(inn)en, die Methodik auch auf die konventionelle Land- und Ernährungswirtschaft oder andere Branchen übertragen werden."




the author
Prof. Dr. Martina Schäfer
Martina Schäfer Juniorprofessorin am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin; Leiterin der Nachwuchsgruppe „Regionaler Wohlstand neu betrachtet“ am Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin. [more titles]
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