Hartmut Tofaute
26 Seiten · 4,80 EUR
(November 2008)
Aus der Einleitung:
Die im Frühjahr 2008 explodierte Krise der globalen Finanzmärkte hat wieder einmal deutlich gemacht, dass allein der „Markt“ eine gleichgewichtige Entwicklung der Ökonomie nicht herbeiführen kann. Diese Erkenntnis ist allerdings in keiner Weise neu. Trotzdem dominiert an den Wirtschaftsfakultäten der deutschen Universitäten nach wie vor der von neoklassischen Betriebswirten verbreitete Glaube der grundsätzlichen Überlegenheit des privat gesteuerten Marktes gegenüber der Lenkung des Wirtschaftsgeschehens durch die kollektive, leistungsfeindliche Staatsbürokratie. Der Name Keynes wird von Neoliberalen in diesem Zusammenhang gern gleichgesetzt mit der demagogischen Formel des Staatsversagens.
Der nachfolgende Beitrag soll zeigen, welchen Einfluss Keynes auf die von den Gewerkschaften geforderte Wirtschaftspolitik seit Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gehabt hat.