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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Zur Bedeutung der räumlichen Mobilität in der EWU
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Peter Rühmann

Zur Bedeutung der räumlichen Mobilität in der EWU

23 Seiten · 7,53 EUR
(Dezember 2009)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Peter Rühmann untersucht, unter welchen Bedingungen die Wachstumsdifferenzen innerhalb der EU-Staaten und insbesondere innerhalb des Euro-Raums durch Wanderungen der Arbeitskräfte verringert werden könnten, und zwar so, dass die Niveaus des Lebensstandards (von Rühmann am BIP je Einwohner gemessen) sich angleichen. Dies wäre eine für den Zusammenhalt der europäischen Gemeinschaft günstige Entwicklung, die allerdings bislang nicht zu beobachten ist.

Würde eine höhere Mobilität der Arbeitskräfte innerhalb der EU zu einer Anpassung führen? Wie Rühmann zeigt, wäre dies unter den üblichen neoklassischen Annahmen (konstante Skalenerträge, vollständige Konkurrenz, Vollauslastung der Ressourcen) der Fall, solange – wie es zu erwarten ist – die Arbeitskräfte überwiegend in Hochlohnländer wandern: In den Zuwanderungsländern würden die Löhne tendenziell weniger steigen, in den Abwanderungsländern dagegen rascher. Berücksichtigt man jedoch steigende Skalenerträge, so können diese Tendenzen aufgehoben werden. Die abwandernden Arbeitskräfte würden zwar noch stärker von ihrer Mobilitätsbereitschaft profitieren, die Lebensstandards würden sich aber nicht angleichen. Es entsteht dann ein Konflikt zwischen der Steigerung der Gesamtwohlfahrt der Gemeinschaft und dem Ziel einer ausgeglichenen Entwicklung der Mitgliedstaaten; denn die Abwanderungsländer würden bei der Entwicklung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung zurückfallen. Dies ließe sich vermeiden oder zumindest abmildern, wenn die Mobilität der Arbeitskräfte sich nicht in der Verlegung ihres Wohnsitzes niederschlägt, sondern in verstärktem Pendeln über die Grenzen. Die Arbeitskräfte würden in dem Fall nämlich dann einen großen Teil ihrer Ausgaben nach wie vor im Abwanderungsland tätigen.


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Der Autor
Prof. Dr.  Peter Rühmann
1938, ist Professor (im Ruhestand) für Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen.