sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Thursday, January 18, 2018
 welcome page » society  » media & public communication 
Zur Politischen Ökonomie der Medien
download size:
approx. 152 kb

Zur Politischen Ökonomie der Medien

Eine heterodoxe Erweiterung

30 pages · 4.06 EUR
(November 2009)

 
I agree with the terms and conditions, especially point 10 (only private use, no transmission to third party) and accept that my order cannot be revoked.
 
 

Aus der Einleitung:

Die jüngst in den sozialwissenschaftlichen Disziplinen aufgeworfene Frage nach der mediensoziologischen und -philosophischen Bedingung von Kommunikation und demnach auch von sozialen und kulturellen symbolischen Formen ist besonders in der Ökonomie von grundlegender Bedeutung. Die Informationen im sozialen Raum sind nicht einerlei und nicht ausschließlich Gegenstand von Kostenminimierungskalkülen. Sie bringen demnach nicht nur mehr Licht in diesen, erhöhen nicht nur die Transparenz und sind nicht nur ein Dispositiv der Sichtbarkeit, so dass alle sozialen Subjekte aufgerufen werden, im realen und virtuellen sozialen Raum sich erkennbar zu machen, sondern Medien sind vor allem Operatoren, bestehende soziale Positionen zu festigen oder für das noch nicht Bestehende zu optieren. Sie situieren die Subjekte im sozialen Raum, indem entschieden wird, wer worüber spricht, d.h. sind zugleich Medien, die über die Kommunikationsmacht befinden.

Der Beitrag „Zur politischen Ökonomie der Medien. Eine heterodoxe Erweiterung“ thematisiert die Rolle der Massenmedien bei der Etablierung und Ausweitung globaler Märkte, sowie ihre Funktion im Prozess der Verallgemeinerung und Ausweitung postfordistischer Konsumkulturen. Der Stellenwert des symbolischen Gehalts der Medien wird problematisiert, und damit die Bedeutung der Massenmedien für die Verteilung von Kommunikationsmacht dargestellt. Dies führt zur wirtschaftspolitischen Frage, wie in Zeiten zunehmenden Rückgangs politischer Regulation den negativen Konsequenzen einer Marktverherrlichung am hochkonzentrierten Mediensektor beizukommen wäre. Dieser Beitrag wendet sich demnach gegen eine technische und technokratische Verkürzung der Medien. Ohne eine politische Ökonomie der Medien ist schwerlich einzusehen, wie ein Diskurs zu einer Veränderung des sozioökonomischen Kontextes beitragen könnte.


quotable essay from ...
Heterodoxe Ökonomie
Joachim Becker, Andrea Grisold, Gertraude Mikl-Horke, Reinhard Pirker, Hermann Rauchenschwandtner, Oliver Schwank, Elisabeth Springler, Engelbert Stockhammer:
Heterodoxe Ökonomie
the author
Prof. Dr. Andrea Grisold
Andrea Grisold

ist Universitätsprofessorin am Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien. Forschungsschwerpunkte: Politische Ökonomie der Medien; Wandel der ökonomischen und regulativen Determinanten von Kulturindustrien; Neuere Entwicklungen der Wirtschaftspolitik.

[more titles]