Irene Antoni-Komar
12 Seiten · 4,36 EUR
(April 2008)
Aus der Einleitung:
Dieser Beitrag wird das Thema nachhaltige Ernährungskultur und das Projekt OSSENA aus der Perspektive von „kultureller Identität und Vertrautheit“ beleuchten. Dabei soll ein Verständnis von Ernährungskultur zugrunde gelegt werden, das diese als alimentäre Praxis strukturiert. Dieser kulturwissenschaftliche Ansatz ist handlungsorientiert und geht davon aus, dass neben der alltäglichen Wiederholung von Routinen und der „Inkorporiertheit des Wissens“ der Macht- und Disziplinartechniken und der habituellen Formung auch reflexive Praktiken zum Tragen kommen, die als „Neuerschließung“ bezeichnet werden können und Prozesse des Wandels auslösen können.
Im Folgenden wird zunächst der kulturwissenschaftliche Ansatz des Projektes OSSENA referiert, um die Bezüge und Nahtstellen zur kulturellen Identität herzustellen. Anschließend werden projektspezifische Ergebnisse dargestellt und die Interventionen und Institutionalisierungen im Hinblick auf ihr Potenzial zur Bildung von kultureller Identität und nachhaltiger Ernährungskultur befragt.