sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Geschichte  » Wissenschaftsgeschichte  » Sekundärliteratur 
Animal Spirits: Die verhaltensökonomischen Grundlagen der Keynesschen Theorie
Downloadgröße:
ca. 198 kb

Animal Spirits: Die verhaltensökonomischen Grundlagen der Keynesschen Theorie

27 Seiten · 4,75 EUR
(07. Februar 2019)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Ronald Schettkat arbeitet die Bedeutung der verhaltensökonomischen Grundlagen der Theorie von Keynes heraus. Dabei stehen die "animal spirits", die Keynes im Zusammenhang mit den Investitionsentscheidungen für notwendig hält, damit die Unternehmen sich trotz Unsicherheit für Investitionen entscheiden, in diesem Beitrag als Kürzel für die Gesamtheit der Entscheidungen unter Unsicherheit, die alle Akteure "in der Welt, in der wir leben", zu treffen haben.

In seiner Einleitung präsentiert Schettkat die von Keynes und vielen späteren Autoren formulierten Einwände gegen die Reduzierung der wirtschaftlichen Akteure auf den "homo oeconomicus", der "rationale", das heißt modellkonsistente Erwartungen bilden kann, und stellt ihm die Akteure entgegen, die unter Unsicherheit und mit begrenzten Kapazitäten der Informationsverarbeitung Entscheidungen treffen müssen. Nur diese sind zur Mikrofundierung der Keynes'schen Theorie geeignet.

In Abschnitt 2 wird dargelegt, dass insbesondere die Erwartungen über die kurze Frist häufig auf Konventionen gestützt werden. In Abschnitt 3 zeigt Schettkat im Detail, welche Bedeutung Keynes' verhaltensökonomische Hypothesen für die von Keynes behauptete Nominallohnrigidität haben. Keynes erklärt diese vor allem damit, dass für die Arbeiter nicht nur der eigene Lohn, sondern auch der Lohn, den andere Arbeiter erhalten, für ihr Verhalten wichtig ist; denn sie sind, anders als der homo oeconomicus, keine isoliert bewertenden und entscheidenden Personen. Da eine Senkung des Reallohns durch ein steigendes Preisniveau ihre relative Position nicht verändert, nehmen sie sie hin, während sie Nominallohnkürzungen nicht oder wesentlich unwilliger akzeptieren.

Der Autor berichtet dann, dass Erkenntnisse der "Behavioral Economics" und der Neurowissenschaften Keynes" Analyse bestätigen. Im abschließenden Abschnitt 4 formuliert Schettkat methodische Konsequenzen seiner Analyse und beendet seinen Beitrag mit einer Übersicht, die zeigt, dass Keynes und "Behavioral Economics" in allen Grundannahmen übereinstimmen und beide im klaren Gegensatz zur Neoklassik stehen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Bedia Sahin (Hg.):
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
the author
Prof. Dr. Ronald Schettkat
Ronald Schettkat

ist seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics. Zuvor war er Full-Professor an der Universität Utrecht (Niederlande), Senior-Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin und Gastprofessor an mehreren Universitäten in den USA und Europa. 2003/2004 war er Fellow im Economics-Team der Russell Sage Foundation in New York.

[weitere Titel]