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Saturday, May 25, 2019
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Anmerkungen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft
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Anmerkungen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft

19 Seiten · 4,57 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Diskussionen um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft – oder genauer: des Produktionsstandorts Deutschland – sind nicht neu. Es gibt sie, seit konjunkturelle Nachfrageschwankungen allein die Beschäftigungsprobleme in Deutschland nicht mehr erklären können, und das ist seit Mitte der 1970er Jahre der Fall. Angesichts steigender außenwirtschaftlicher Überschüsse flaute die Standortdebatte in Aufschwungsphasen zwar regelmäßig ab; in jeder nachfolgenden Abschwungsphase belebte sie sich jedoch von neuem. Das war im Abschwung Anfang der 1980er Jahre so, dann wieder in der Rezession, die Mitte der 1990er Jahre dem durch die deutsche Wiedervereinigung ausgelösten Boom folgte. Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit wurde schließlich noch einmal als einer der Hauptgründe dafür angeführt, dass Deutschland nicht nur im Abschwung 2001 bis 2003, sondern auch schon in den Aufschwungsjahren davor europa- und auch weltweit zu den Ländern mit dem schwächsten Wirtschaftswachstum und den hartnäckigsten Problemen bei der Beschäftigung zählte. Inzwischen wird die Diskussion mit umgekehrten Vorzeichen geführt. Trotz einer verhaltenen Binnennachfrage fiel das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland von Mitte des letzten Jahrzehnts an höher aus als im Durchschnitt der OECD-Länder, und der Abbau der Arbeitslosigkeit machte erstmals deutliche Fortschritte. Im Sog der weltweiten Rezession, die der Krise an den internationalen Finanzmärkten folgte, brach die wirtschaftliche Aktivität 2008 / 2009 zwar stärker ein als je zuvor seit dem zweiten Weltkrieg; die Erholung setzte jedoch früher und ausgeprägter ein, als in den meisten anderen Industrieländern. Dass die Exporte dabei einmal mehr die treibende Kraft darstellten, war Wasser auf die Mühlen von Kritikern, die in den außenwirtschaftlichen Überschüssen einen Beleg für eine "beggar my neighbour policy" sehen. Indem Deutschland unter seinen Verhältnissen lebe, das heißt zu viel spare und in der Lohnpolitik die Produktivitätsspielräume nicht ausschöpfe, verschaffe es sich im internationalen Wettbewerb unangemessene Vorteile zu Lasten der Partnerländer in Europa und in der Welt. Nicht mehr ein Mangel, sondern ein mögliches Zuviel an Wettbewerbsfähigkeit ist damit zum Thema geworden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Zur Zukunft des Wettbewerbs
Harald Enke, Adolf Wagner (Hg.):
Zur Zukunft des Wettbewerbs