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Friday, February 22, 2019
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Arbeitsmarktflexibilität und Wirtschaftswachstum
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Arbeitsmarktflexibilität und Wirtschaftswachstum

14 Seiten · 3,04 EUR
(Mai 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

In dem als generelle Einführung in die Thematik konzipierten Beitrag analysiert Amit Bhaduri, warum der Ansatz keynesianischer Nachfragepolitik sowohl in der Wissenschaft als auch in der praktischen Wirtschaftspolitik von der neoliberalen Ansicht verdrängt wurde, Arbeitsmarktflexibilität sowie restriktive Geld- und Finanzpolitik seien notwendige Bedingungen für ein hohes Wirtschaftswachstum. Nach Bhaduris Ansicht seien keynesianische Konzepte aus verschiedenen internen und externen Gründen gescheitert: Erstens seien keynesianische makroökonomische Politiken für eine geschlossene Volkswirtschaft konzipiert worden und schienen auf zunehmend offene und globalisierte Ökonomien nicht mehr anwendbar zu sein. Zweitens habe das Ziel der Vollbeschäftigung mit dem Wegfall des Systemwettbewerbs zwischen kapitalistischen und sozialistischen Volkswirtschaften an Bedeutung verloren. Drittens habe der Keynesianismus einen internen Widerspruch des Erfolgs des “goldenen Zeitalters” der Wohlfahrtsstaaten nicht hinreichend berücksichtigt – die Tatsache, dass Vollbeschäftigung zu steigendem Inflationsdruck führen könne. Allerdings litten neoliberale Politiken, die durch den methodologischen Individualismus und die mangelnde Berücksichtigung makroökonomischer Zusammenhänge gekennzeichnet seien, unter einigen gravierenden Fehlschlüssen von der einzelwirtschaftlichen auf die gesamtwirtschaftliche Ebene: Lohnsenkungen möchten die Rentabilität eines einzelnen Unternehmens steigern; gesamtwirtschaftlich sei es jedoch sehr wahrscheinlich, dass der Warenabsatz aller Unternehmen insgesamt in Mitleidenschaft gezogen werde, wodurch sich die Beschäftigungssituation verschlechtern könne. Insbesondere missachteten neoliberale Politikmuster die gegenseitige Beeinflussung von Reallohn- und Produktivitätswachstum: Das Produktivitätswachstum schaffe über die damit verbundenen Kosten- und Preissenkungen Spielraum für höhere Reallöhne; gleichzeitig veranlassten höhere Reallohnforderungen der Beschäftigten die Unternehmen zu Produktivitätssteigerungen, um die Profitmarge aufrecht zu halten. Dieser Tugendkreis, der das langfristige Wachstum in kapitalistischen Ökonomien befördere, könne von neoliberaler Wirtschaftspolitik unterminiert werden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum
Eckhard Hein, Arne Heise, Achim Truger (Hg.):
Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum
the author
Prof. Dr. Amit Bhaduri

lehrte als Professor für Wirtschaftswissenschaften am mehr als einem Dutzend Universitäten der Welt, u.a. in New Dehli, Mexiko, Stanford, Wien, Linz, Bologna.

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