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Auf dem Weg zur nachhaltigen Informationsgesellschaft

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 52

355 Seiten ·  29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-433-8 (Oktober 2003 )

 
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In 20 Beiträgen gehen Autoren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Medienbereich der Frage nach, inwiefern und inwieweit sich das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung mit den aktuellen Entwicklungstendenzen der Informationsgesellschaft verbinden lässt. Dabei werden von unterschiedlichster Ausgangsposition und Blickrichtung die Chancen einer Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Informationsgesellschaft aufgezeichnet und andererseits die Risiken, die einer solchen Entwicklung entgegenstehen, klar benannt.

Der Titel verzichtet bewusst auf ein Ausrufungszeichen. Vielmehr handelt es sich um eine nüchterne Bestandsaufnahme. In der Summe aller Beiträge kommt der Sammelband zu dem Ergebnis, dass wir uns auf dem Weg zur nachhaltigen Informationsgesellschaft befinden. Die Beiträge des Sammelbandes enthalten Gestaltungsperspektiven und zeichnen die Dynamik des Entwicklungsprozesses der Informationsgesellschaft nach. Der Sammelband gibt darüber hinaus Hinweise zu den ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen einer sich abzeichnenden nachhaltigen Informationsgesellschaft. Das Umweltbundesamt setzt mit der Herausgabe dieses Buches seine Aktivitäten fort, das Thema der nachhaltigen Informationsgesellschaft zu begleiten und als Moderator in diesem spannenden Themenfeld zu agieren.

Autoren dieses Sammelbandes sind u.a.: Die MdBs Dr. Martina Krogmann, Dr. Reinhard Loske und Michael Müller, der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens Markus Schächter, das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes Heinz Putzhammer sowie der Direktor des FAW Ulm und Mitglied des Club of Rome Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher.

  • Geleitwort von Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes

I. Rahmenbedingungen

  • Franz J. Radermacher
    Die Zukunft der Wirtschaft: Nachhaltigkeitskonformes Wachstum, sozialer Ausgleich, kulturelle Balance und Ökologie
  • Michael Angrick
    Zur Infrastruktur der Informationsgesellschaft - Wege zur ökonomisch-effizienten, sozialgerechten und ökologisch verträglichen Entwicklung in der Informations- und Kommunikationsgesellschaft

II. Ökologische Aspekte

  • Julia Hertin und Frans Berkhout
    Informationstechnologien und Umweltschutz: Chancen und Risiken
  • Thomas Schauer
    Die Umwelt(un)verträglichkeit der neuen Medien
  • Michael Kuhndt, Justus von Geibler, Volker Türk und Michael Ritthoff
    Wie ressourceneffizient ist die Informationsgesellschaft?

III. Medienpolitische Aspekte

  • Markus Schächter
    Das fünfte Jahr - Medientrends, Weltentwicklung und der Faktor Zeit
  • Hans Norbert Janowski
    Gerecht, partizipatorisch, zukunftsfähig - Medienökologische Gedanken zur Informationsgesellschaft
  • Axel Wallrabenstein
    Politische Kommunikation in der Informationsgesellschaft

IV. Gesamtgesellschaftliche Aspekte

  • Lorenz M. Hilty und Rainer Zah
    Forschung baut Brücken
  • Volkmar Lübke
    Das Internet als Informationsquelle für einen nachhaltigen Konsum?
  • Heinz Putzhammer
    Auf dem Weg zur nachhaltigen Informationsgesellschaft

V. Wirtschaftliche Aspekte

  • Klaus Fichter
    Bits statt Atome? Umweltrelevante Auswirkungen des E-Commerce
  • Matthias Teller und Jurij Poelchau
    Managementstrategien für Nachhaltigkeit in der Informations- und Kommunikationstechnik
  • Ignacio Campino, Klaus Rick, Tim Otto und Markus Reichling
    Nachhaltigkeit - Verantwortung und Chance für die Deutsche Telekom
  • Brigitte Falk
    Software als Brücke zum nachhaltigen Wirtschaften
  • Georg Riegel und Jakob Graichen
    Energietransparenz schaffen und nutzen

VI. Politische Aspekte

  • Martina Krogmann
    eGovernment und eDemocracy: Chance für stattliche Effizienz und Bürgernähe
  • Michael Müller
    Nachhaltige Entwicklung in der Informationsgesellschaft
  • Reinhard Loske und Katja Stamm
    Auf dem Weg in eine nachhaltige Informationsgesellschaft? Eine Zwischenbilanz nach mehr als einem Jahrzehnt "Informationsgesellschaft"
  • Rolf Kreibich
    Zukunftsperspektiven durch nachhaltige Informations- und Kommunikationstechnik - Roadmap als neues Steuerungsinstrument
Technikfolgenabschätzung. Theorie und Praxis, März 2005, S. 118-120 ()

"... In diesem Rahmen ist es den Herausgebern gelungen, Beiträge führender Forschungseinrichtungen und wichtiger 'Stakeholder' aus der IT-Wirtschaft (etwa Telekom, SAP) und der Parteien (CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen) einzuholen. Dazu kommt die Sichtweise eines Medienvertreters (Markus Schächter), einer Verbraucherorganisation (Volkmar Lübke), eines Gewerkschafters (Heinz Putzhammer) und die kirchliche Sicht (Hans Norbert Janowski). ... Aus der Forschungslandschaft konnten die vielleicht aktivsten Einrichtungen auf dem Gebiet gewonnen werden, etwas zum Sammelband beizusteuern.

Das Buch bietet einen guten Überblick über den Stand der Diskussion und ist insofern als Einstieg zu empfehlen. Die Diskussion um die Umwelteffekte der Informationstechnik erweist sich dabei als relativ vorangeschritten. Man gewinnt außerdem den Eindruck, dass das Thema mittlerweile auch in Politik und Unternehmen angekommen ist."



Stiftung Digitale Chancen, 11.05.2004, http://www.digitale-chancen.de/content/buchrezis/printit.cfm/ ()

"... Vielfach angesprochen wird in dem Sammelband die Zwiespältigkeit der IuK-Technik in ihrer bisherigen Form: Einerseits belastet sie durch ihren hohen Ressourcen- und Energieverbrauch sowie die Schadstofffracht des Elektronikschrotts die Umwelt, anderseits kann sie zur Umweltschonung beitragen, etwa indem mit ihrer Hilfe Umweltdaten erhoben werden und verbreitet werden. Sie eröffnet für viele ein Mehr an Partizipationsmöglichkeiten und "E-Democracy", sie kann aber auch zu einer digitalen Vereinsamung des Einzelnen und zu einem Verlust an persönlichem Datenschutz führen. Viel hat man sich bisher von der IuK bei der Verkehrsvermeidung versprochen, etwa durch Fernbesprechungen per Video oder bei der Erledigung von Arbeit und Einkäufen vom heimischen PC bzw. "zwischendurch" vom Handy aus. Thomas Schauer hält es für wahrscheinlich, dass auch hier ein Rebound-Effekt herrscht: Der Straßenverkehr hat nicht trotz, sondern gerade wegen der Einführung der virtuellen Welten zugenommen. Anders gesagt: Je mehr und je weiter wir mailen, desto mehr reisen wir, desto mehr bestellen wir weit entfernt lagernde Konsumgüter. Nach diesem Problemaufriss ist klar: So schwierig sie ist - an der Verzahnung des IuK-Sektors mit nachhaltigem Denken und Handeln führt langfristig kein Weg vorbei. Und da bietet der Band einige hoffnungsvolle Ansätze. So macht sich der ZDF-Intendant Markus Schächer stark für eine Fernsehberichterstattung jenseits von kurzsichtigem und schnell wieder vergessenem ad hoc Katastrophen- und Sensationsjournalismus nach dem Motto: Warum immer nur der zerborstene Öltanker, warum nicht vermehrt auch die "simple" Streuobstwiese? Warum immer nur das quantitative Wachstum a la Bruttosozialprodukt, warum nicht der qualitative Dreh gesamtgesellschaftlicher Leistung? ..."

GdWZ Grundlagen der Weiterbildung, August 2004, S. 186

"Zwanzig Autorinnen und Autoren legen ihre Sicht zu Einzelaspekten einer nachhaltigen Informationsgesellschaft dar. Ausgangspunkt ist das ursprünglich aus der Ökologie erwachsene Konzept der Nachhaltigkeit. Diese wird mit der Erkenntnis verzahnt, dass den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien als Instrumente der Globalisierung eine kaum zu überschätzende wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Bedeutung zukommt.

Beide Aspekte verfließen zum Begriff der 'nachhaltigen Informationsgesellschaft'. Darunter wird eine Organisationsform verstanden, die die Informations- und Kommunikationstechniken - auch - dazu verwenden soll, die unerwünschten ökologischen, ökonomischen und sozialen Nebenwirkungen dieser Entwicklung mit dem Blickpunkt auf Nachhaltigkeit zu begrenzen oder hintan zu halten. Zur Sprache kommen u. a. ökologische, medienpolitische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte eines derartigen Entwurfes.

Die Autorinnen beleuchten die Fragestellung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, vor allem auch aus den Perspektiven ihrer beruflichen Herkunft: Medien, Gewerkschaft, Universität, Politik. Das ergibt eine durchaus spannende und aufschlussreiche Vielfalt an unterschiedlichen und widersprüchlichen Sichtweisen.

Der Bogen spannt sich von Überlegungen zu einer möglichen Zukunft der Wirtschaft unter den Prämissen eines nachhaltigkeitskonformen Wachstums, des sozialen Ausgleichs, der kulturellen Balance und des ökologischen Handelns über Anmerkungen zu Wegen einer ökonomisch effizienten, sozial gerechten und ökologisch verträglichen Entwicklung in der Informations- und Kommunikationsgesellschaft bis zum Nachdenken über Chancen nachhaltiger Informationstechnologien für staatliche Effizienz und Bürgernähe. Nicht unbrisant sind etwa Fragestellungen, wie die nach der Ressourcen-Effizienz der Informationsgesellschaft oder nach der Brauchbarkeit des Internet als Informationsquelle für einen nachhaltigen Konsum. Die Zwischenbilanz über 'mehr als ein Jahrzehnt Informationsgesellschaft' von Reinhard Loske und Katja Stamm fällt jedenfalls eher nüchtern aus: '... die Gestaltung der nachhaltigen Informationsgesellschaft steht noch immer an Anfang. Der Blick hat sich in den letzten Jahren immerhin geschärft ... über die ökologische Verträglichkeit hinaus ... werden auch ihre ökonomische Effizienz und ihre soziale Verträglichkeit als Faktoren der Nachhaltigkeit gewertet ...' ..."




the editor
Dr. Michael Angrick
Michael Angrick holds a doctorate in chemistry and has been working at the German Environment Agency since 1986 where he has headed the German Emissions Trading Authority since 2015. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Das Buch bietet einen guten Überblick über den Stand der Diskussion und ist insofern als Einstieg zu empfehlen. ..."
    Technikfolgenabschätzung. Theorie und Praxis, März 2005, S. 118-120 mehr...
  • "... Vielfach angesprochen wird in dem Sammelband die Zwiespältigkeit der IuK-Technik in ihrer bisherigen Form ..."
    Stiftung Digitale Chancen, 11.05.2004, http://www.digitale-chancen.de/content/buchrezis/printit.cfm/ mehr...
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliografie 2/2004, S. 532
  • Journal of Consumer Policy, 2004, S. 115
  • "Das ergibt eine durchaus spannende und aufschlussreiche Vielfalt an unterschiedlichen und widersprüchlichen Sichtweisen. ..."
    GdWZ Grundlagen der Weiterbildung, August 2004, S. 186 mehr...
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