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Friday, February 22, 2019
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Aufbrechen einer Männerdomäne – Professionalisierung und Sponsoring im Schweizer Frauenfussball
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Aufbrechen einer Männerdomäne – Professionalisierung und Sponsoring im Schweizer Frauenfussball

41 Seiten · 7,05 EUR
(Juli 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Frühsommer 2011. Die Fußballwelt ist nach 2006 erneut zu Gast bei Freunden. Doch in diesem Sommer heißen die Protagonisten nicht Lahm, Ballack oder Klose, sondern Angerer, Prinz und Kulig – Nadine, Birgit und Kim mit Vornamen. Das Fußballfieber hat Deutschland fest im Griff und die ansteckende Euphorie verhilft dem Turnier zu einem ungeahnt hohen Stellenwert. Auch Theo Zwanziger, ehemaliger Präsident des Deutschen Fussballbundes DFB und von der Zeitung "Die Zeit" als Apostel des Frauenfußballs tituliert, setzt hohe Erwartungen in den Frauenfußball: "Dieser Sport hat hinsichtlich Integration einen großen Wert; besitzt die Schubkraft, um Schubladendenken zu beenden und Tabus zu brechen". Doch nicht immer wurde die Begeisterung für den Frauenfußball so nachdrücklich und dezidiert kundgetan. Blickt man zurück in der Geschichte, offenbart sich ein anderes Bild: Belächelt und verschmäht standen die balltretenden Suffragetten im vergangenen Jahrhundert klar im Abseits. In Deutschland gipfelte der Widerstand gegen den Frauenfußball 1955 im Verbot dieses "denkbar unweiblichen Kampfsports". Als Argumente führte der DFB "ästhetische Gründe und grundsätzliche Erwägungen" ins Feld. Unmissverständlich drückte sich auch der Psychologe Fred J.J. Buytendijk (1953) in seiner Studie über das Fussballspiel aus: "Das Treten ist wohl spezifisch männlich; ob darum Getretenwerden weiblich ist, lasse ich dahingestellt. Jedenfalls ist das Nicht-Treten weiblich." Bis in die 1970er Jahre standen Medien und Funktionäre den kickenden Frauen misstrauisch gegenüber. Da war die Rede von "Fussball-Amazonen", von einem "Fußball-Sturmlauf auf Stöckelschuhen" und "bestrickenden Spielen". Erst die gesellschaftliche Emanzipation in Kombination mit ersten sportlichen Erfolgen verhalf dem Frauenfußball zu mehr Akzeptanz. Heute ist der Frauenfußball europaweit etabliert und in den meisten Ländern auch in die nationalen Verbandsstrukturen integriert. Dennoch zeigen sich international erhebliche Divergenzen bezüglich Entwicklungsstand und Professionalisierung.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Lisa Kneubühler

Jg. 1989, studierte Internationale Beziehung an der Universität St. Gallen und schloss mit dem Bachelor of Arts HSG ab. Anschliessend arbeitete sie in einer Luzerner Werbe- und Kommunikationsagentur, bei welcher sie auch während des Masterstudiums in Management, Organisation und Kultur (MOK) an der Universität St. Gallen weiterhin tätig war.

Elena Marchukova

Jg. 1987, studierte Slavistik an der Universität Zürich und schloss mit dem Bachelor of Arts in Slavischer Sprach- und Literaturwissenschaft ab. Derzeit studiert sie im Master in Management, Organisation und Kultur (MOK) an der Universität St. Gallen.