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Sunday, May 19, 2019
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Ausgewählte Werke John Stuart Mills in fünf Bänden des Heidelberger John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung
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Ausgewählte Werke John Stuart Mills in fünf Bänden des Heidelberger John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung

18 Seiten · 3,94 EUR
(August 2014)

 
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Aus der Einleitung:

"Er war vielleicht der Mann des Jahrhunderts, der es am besten zustande gebracht hat, sich von der Herrschaft der gewöhnlichen Vorurteile frei zu machen." So würdigte Sigmund Freud 1883 den britischen Freiheitsphilosophen und Nationalökonomen John Stuart Mill (1806-1873). Freud hatte als Student einige Texte von Mill für die Gesammelten Werke übersetzt, die der österreichische Historiker und klassische Philologe Theodor Gomperz in den Jahren 1869 bis 1886 herausgab. Dass eine deutschsprachige Werkausgabe noch zu Lebzeiten Mills erschien, ist eigentlich erstaunlich. Es erklärt sich wenigstens zum Teil, wenn man bedenkt, dass John Stuart Mill bereits in Jugendjahren Deutsch lernte, Sprache und Werke der deutschen Romantiker schätzte und sich geistig eng verbunden fühlte mit Wilhelm von Humboldt. Diese bisher einzige deutschsprachige Werkausgabe ist seit Jahrzehnten vergriffen.

Aber was ist los mit den Deutschen, dass sie diesem großen Denker der Freiheit, der als öffentlicher Intellektueller politische Debatten nicht nur in seiner Heimat initiierte, sondern sich auch in jene auf dem europäischen Kontinent einmischte, nicht schon längst eine Neuauflage seiner Werke gewidmet haben? Ist er ihnen suspekt, weil er in Fortschreibung der liberalen Ideengeschichte so vehement die individuelle Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung als Herzstück der westlichen Zivilisation ins Zentrum rückte? Oder weil er nicht müde wurde, gegen Konformismus, soziale Tyrannei und die Macht der Gewohnheit zu polemisieren und obendrein als erster Parlamentsabgeordneter in Europa für die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Frauenwahlrecht focht? Weil er in Zentralismus, Bürokratie und staatlicher Bevormundung Gefahren für die Freiheit und Hemmnisse für den Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt ausmachte?

Es ist erstaunlich, wie weit John Stuart Mill in seinem Denken seiner Zeit voraus war. Seine Texte haben nichts an Aktualität verloren und immer noch die Kraft, an eingeschliffenen Denkmustern und Lebensweisen zu rütteln. Deshalb haben wir für diese Werkausgabe Mills wichtigste Schriften zu Politik, Gesellschaft und Moralphilosophie ausgewählt. Sie können noch heute den Debatten über das Verhältnis von individueller, wirtschaftlicher und politischer Freiheit neue Impulse geben. Zugleich liegt mit unserer Ausgabe eine kohärente deutschsprachige Textgrundlage vor, die den aktuellen Forschungsstand über diesen für die Ideengeschichte des Liberalismus so wichtigen Klassiker widerspiegelt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ökonomie Nach-Denken
Hans G. Nutzinger, Herwig Unnerstall und Gotlind Ulshöfer (Hg.):
Ökonomie Nach-Denken
the authors
Prof. Dr. Ulrike Ackermann
Ulrike Ackermann

Sozialwissenschaftlerin, Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Freiheitsforschung und -lehre an der SRH Hochschule Heidelberg. Gründerin und Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg. Zahlreiche Publikationen zur Freiheitsproblematik in der modernen Gesellschaft. Sie ist zusammen mit Hans Jörg Schmidt Gesamtherausgeberin der Ausgewählten Werke John Stuart Mills in fünf Bänden.

Dr. Hans Jörg Schmidt

Kultur- und Sozialwissenschaftler, führt die Geschäfte des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung mit Sitz in Heidelberg. Gemeinsam mit Ulrike Ackermann ist er Gesamtherausgeber der Ausgewählten Werke John Stuart Mills in fünf Bänden.