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Freitag, 19. Oktober 2018
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Außer Konkurrenz

Sozialpolitik im Spannungsfeld von Markt, Zentralsteuerung und Traditionssystemen

Ein Lehrbuch und mehr über Ökonomie und Sozialpolitik

"Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft"  · Band 18

656 Seiten ·  34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-868-8 (Juli 2011 )

Hardcover

 
lieferbar Dieses Buch ist bereits in einer neuen Auflage erschienen!
 
Sozialpolitik soll im heutigen Verständnis der Inklusion, Partizipation, Gerechtigkeit, dem Schutz vor existentiellen Risiken und anderem mehr dienen. Das wird aus zwei Gründen zu einem Balanceakt. Erstens sind die Ziele heterogen und werden verschieden inhaltlich gefüllt. Zweitens ist jedes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem durch verschiedene Formen der Organisation arbeitsteiliger Produktionsprozesse gekennzeichnet, die alle bestimmte, aber nicht identische Formen der Ausschließung, Ungleichheit etc. nach sich ziehen und überdies noch miteinander in vielfältiger Weise verschränkt sind. In dem Buch werden vor diesem Hintergrund folgende Themen behandelt:
  • Arbeit und Arbeitsteilung
  • Organisationsformen der Arbeitsteilung, insbesondere Marktkoordination und die Rolle des Staates
  • Steuerungs- und Organisationsprobleme von Markt, Zentralsteuerung und Tradition
  • Folgen für Inklusion und Gleichheit
  • Ziele der Sozialpolitik, Gerechtigkeitsdebatten
  • Systeme der Sozialen Sicherung, Geschichte und Struktur der deutschen Sozialpolitik
  • Wirkungsanalyse sozialpolitischer Maßnahmen im Zusammenspiel verschiedener Modi der Organisation arbeitsteiliger Ökonomien
  • Konzept einer Sozialpolitik im Sinne der Inklusion
Portal für Politikwissenschaft, http://www.pw-portal.de, veröffentlicht am 31.05.2012, abgerufen am 05.06.2012. ()

"Die Autorin legt mit diesem Werk ein großartiges Lehrbuch vor, das zwei Disziplinen vereint, die sich trotz der offensichtlichen Interdependenz ihrer Gegenstandsbereiche bislang in der Regel bestenfalls ignoriert haben. Während die Sozialpolitikforschung zumeist die gesellschaftstheoretischen Unzulänglichkeiten der Ökonomie beklagt und dieser ein eigenes Theoriegebilde gegenüberstellt, erkennt die Ökonomie die Politik allenfalls als notwendiges Übel an, die in Bereichen, in denen der Markt versagt, einspringen soll. Dass sich die Überschneidungspunkte aber nicht nur auf klassische Bereiche des "Marktversagens" beschränken, sondern vielmehr jeder gesellschaftliche Bereich aus einem - jeweils spezifisch ausgeprägten - Mix aus Markt-, traditioneller und zentralverwalteter Steuerung besteht (und dieser Mix zugleich absolut notwendig zur Erreichung grundlegender gesellschaftsstabilisierender Ziele ist), macht der Band deutlich. Er stellt zugleich eine Einführung in die Wirtschaftswissenschaft wie auch in die Sozialpolitik dar - ohne dabei beide Disziplinen lediglich kumuliert zu behandeln. Die dabei sichtbar werdenden Interdependenzen eröffnen Studierenden, Forschenden wie auch allgemein Interessierten die Möglichkeit, sich selbst eine differenziertere Meinung zu grundlegenden gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Debatten zu bilden. So wird zum Beispiel deutlich, dass die - in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem von neoliberaler Seite wiederholt vorgetragene - Forderung einer verstärkten Förderung individueller Verantwortung durchaus berechtigt und demokratisch sein kann, aber nur dann, wenn zugleich erkannt wird, dass es hierzu zwingend "notwendig [ist], in die Koordinierungsmodi so zu intervenieren bzw. Rahmen zu setzen, damit es überhaupt für alle wirklich möglich wird, durch Übernahme von Verantwortung partizipativ in Würde [?] leben zu können".


Die Autorin
Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
Gisela Kubon-Gilke

Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Im Metropolis-Verlag gibt sie zusammen mit Martin Held und Richard Sturn das "Jahrbuch Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik" heraus.

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