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Dienstag, 17. Juli 2018
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Caring – Qualitätsmaßstäbe und Performancekriterien in personennahen Dienstleistungen
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Caring – Qualitätsmaßstäbe und Performancekriterien in personennahen Dienstleistungen

25 Seiten · 4,61 EUR
(Januar 2015)

 
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Abstract:

In recent years reforms of German care systems have focussed on competitive governance structures. Contrary to expectations the results have failed as yet to meet the goals. In this paper the following reasons for these dissatisfying reform processes will be identified: (a) neglect of idiosyncracies of care services; (b) intermixture of goals, definitions of quality, ethical considerations, and performance criteria; (c) neglect of psychological factors with regard to motivations of employees and their identities as “care workers”; (d) neglect of second-best considerations; and (e) dysfunctional incentive schemes.

Aus der Einleitung:

Dienstleistungen im Bereich des Caring, z.B. bei der Pflege älterer Menschen oder in der Kinder- und Jugendhilfe, unterlagen in Deutschland in den letzten Jahren substanziellen Steuerungs- und Governanceveränderungen. Lange Zeit wurde ein kameralistisches Steuerungs- und Finanzierungssystem genutzt, gekoppelt mit einem inputorientierten Selbstkostendeckungsprinzip bei der Beauftragung subsidiärer (gemeinnütziger) Träger. Im Zuge von Verwaltungsmodernisierungen und SGB-Reformen, vor allem durch die Einführung der Pflegeversicherung 1995 und ihren zwischenzeitlichen Ergänzungen, erfolgte in vielen Bereichen eine Umstellung auf prospektive Entgelte für in Menge und Qualität vorab definierte Leistungen. Gleichzeitig wurden Wettbewerbselemente wie Ausschreibungen und neue Honorierungsverfahren eingeführt, die bestimmte Performance-Kriterien zur Entgeltgrundlage machen. Die Gründe für die Umstellung liegen nicht allein in einem gestiegenen Vertrauen in die Marktsteuerung. Dazu kommt z.B. noch das Erstarken von Selbsthilfegruppen, die ebenso wie verschiedene Fachdisziplinen neue Ziele und Ausrichtungen einforderten ("von cure zu care") und auch die Zielerreichung überprüft sehen wollten.

Im Beitrag werden folgende Fragen behandelt: (1) Aus welchen Gründen wurden die mit den Reformen verbundenen hohen Erwartungen zur Qualitäts- und Quantitätssteigerung nicht erfüllt? (2) Welche Schlüsse können aus der Beantwortung dieser Frage im Hinblick auf die Verwendung von Wettbewerbselementen im Bereich des Caring und die damit verbundenen Performance- und Qualitätskriterien gezogen werden?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Reformen und ihre politisch-ökonomischen Fallstricke
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Reformen und ihre politisch-ökonomischen Fallstricke
Die Autorinnen
Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
Gisela Kubon-Gilke

Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt.

[weitere Titel]
Sophie Kleinmann

geb. 1981, Dipl. Soz.-Päd. – Qualitätsmanagerin und QM-Auditorin in der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege in Darmstadt. Arbeitsschwerpunkte: Interne Qualitätssicherung zur Optimierung der Pflege und Versorgung der Patienten, Optimierung von Arbeitsabläufen im Sinne der Mitarbeiterzufriedenheit, Durchführung regelmäßiger Fort- und Weiterbildungen.