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Freitag, 21. September 2018
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Caring for natures?
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Caring for natures?

Naturschutz aus der Perspektive des Vorsorgenden Wirtschaftens

30 Seiten · 3,91 EUR
(Dezember 2012)

 
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Aus der Einleitung:

Es scheint, als würde die Debatte um Care aktuell eine Renaissance im deutschsprachigen Raum erleben: Verschiedene (feministische) Fachzeitschriften, wie z.B. Das Argument Nr. 292 (2011) oder GENDER Nr. 3 (Riegraf/Metz-Göckel/Theobald 2011), Fachbücher, z.B. Bauhardt/Gülay (2010), und auch das Netzwerk genannt (Gottschlich 2012) nehmen sich dieses Themas neuerdings oder/und wieder an, oder sie planen, dies zu tun (Feministische Studien 02/2013). Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten im Kontext der "Krise der Reproduktionsarbeit" (Rodenstein et al. 1996), wie die anhaltenden Diskussionen um Kinderbetreuung, die Pflege alter und kranker Menschen sowie um das krisengebeutelte Gesundheitssystem, erscheint das Thema tatsächlich dringlicher denn je.

Im Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften hat die Diskussion um das Konzept Care eine lange Tradition und nach wie vor eine weitreichende und tragende Bedeutung. Sie ist mit Blick auf den Namen des Netzwerks und das Handlungsprinzip Vorsorge konstitutiv für unsere Arbeit.

Mit der Kategorie Vorsorge nahm das Netzwerk die kritische Debatte um die unbezahlte (weibliche) Sorgearbeit, die bis in die erste Phase der neuen Frauenbewegung in den 1970er Jahre zurückreicht, auf. Im Konzept Vorsorgenden Wirtschaftens wurde diese erweitert zu einer Kritik an der verkürzten ökonomischen Wertrationalität insgesamt. Damit haben wir die feministische Kritik um eine Kritik an der Regulierung gesellschaftlicher Naturverhältnisse durch das Ökonomische ergänzt. Der Zusammenhang zwischen weiblicher "Reproduktionsarbeit" und der Aneignung natürlicher Ressourcen, die beide nicht (ausreichend) in die ökonomische Bewertung eingehen, rückte konzeptionell und theoretisch in den Fokus der Netzwerkarbeit. Beides – die "Zerstörung" der natürlichen Umwelt mit der Folge der "ökologischen Krise" ebenso wie die Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft, die in der Folge zu sozial lebensweltlichen Krisenphänomenen führt – resultiert, so ein Ergebnis der Arbeit des Netzwerks, aus der Nichtbewertung lebendiger Produktivität in der vorherrschenden Wirtschaft.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wege Vorsorgenden Wirtschaftens
Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften:
Wege Vorsorgenden Wirtschaftens
Die Autorinnen
Prof. Dr. Sabine Hofmeister
Sabine Hofmeister

Dr. Ing. Landschaftsplanerin und Leiterin des Fachs Umweltplanung an der Universität Lüneburg

[weitere Titel]
Tanja Mölders
Tanja Mölders

*1975, Dr. rer. soc., Leiterin der Forschungsnachwuchsgruppe „PoNa – Politiken der Naturgestaltung. Ländliche Entwicklung und Agro-Gentechnik zwischen Kritik und Vision“ an der Leuphana Universität Lüneburg. Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftliche Natur- und Geschlechterverhältnisse, Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume, Naturschutz.