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Samstag, 15. Dezember 2018
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Corporate Social Responsibility im Einzelhandel

"Ethik und Ökonomie"  · Band 8

315 Seiten ·  34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-710-0 (Dezember 2008 )

 
 

Corporate Social Responsibility, also die freiwillige Übernahme sozialer Verantwortung durch Unternehmen, gewinnt auch in Europa zunehmend an Bedeutung. Dabei kommt insbesondere dem Einzelhandel als Mittler zwischen Herstellern und Endverbrauchern traditionell eine Sonderrolle zu, die sich u. a. in der Pluralität und Diversifikation der zu berücksichtigenden Erwartungen und Abhängigkeiten ausdrückt und somit auch besondere Anforderungen an die Umsetzung von CSR-Maßnahmen stellt. Aufgrund dieser Mittlerfunktion sieht sich der Handel eher als direkter Partner des Konsumenten.

Entsprechend scheint es für den Handel naheliegend, sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber den eigenen Kunden zu stellen. Dabei kann insbesondere der Einzelhandel bereits auf eine gewisse Tradition ethischer Selbstverpflichtung zurückblicken. So etwa hatte Erivan Haub, Eigentümer der Unternehmensgruppe Tengelmann, bereits in den 1990er Jahren Froschschenkel und Schildkrötensuppe aus seinem Sortiment genommen, und so den Weg zu einer ethisch verantwortungsvollen Produktlinie geebnet. Doch auch andere Handelsketten fühlen sich ethischen Prinzipien verpflichtet. Beispielsweise bietet Tegut seit 25 Jahren Bio-Produkte an, und die schweizerische Migros bekennt sich seit März 2006 zu den 10 Prinzipien des UN-Global-Compact.

Während hier also auf der Praxis-Ebene bereits zahlreiche CSR-Initiativen zu beobachten sind, befindet sich die wissenschaftliche Forschung zur "CSR im Einzelhandel" jedoch noch in Verzug. Ziel des vorliegenden Bandes ist es daher, die spezifische Situation des Einzelhandels und die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Corporate Social Responsibility sowohl aus wissenschaftlicher wie aus Sicht der Praktiker näher zu beleuchten.

Michael S. Aßländer und Konstanze Senge
Einleitung: Zur Bedeutung einer Corporate Social Responsibility für den Einzelhandel

Grundlegende Analysen

Michael S. Aßländer
Die Soziale Verantwortung der Unternehmen Versuch einer theoretischen Bestimmung

Thomas Rusche
Das ABC des CSR Chancen und Nebenwirkungen einer neuen Moralstrategie

Kai-Uwe Hellmann
Die Antiquiertheit des Moralischen oder Günter mal ganz Anders: Zur Mikropolitik von CSR im Einzelhandel

Konstanze Senge
Corporate Social Responsibility im Einzelhandel
Eine neo-institutionalistische Standortbestimmung

Empirische Befunde

Veronika Kneip
Unternehmenskritik und Discountpolitik
Konsumenten und Unternehmen in der Verantwortung

Reinhard Pfriem und Karsten Uphoff
Nachhaltige Qualität als mögliche Moral des Lebensmitteleinzelhandels

Brigitte Frey und Daniel-Sebastian Mühlbach
Betriebliche Klimastrategie und Carbon Footprint
Gesellschaftliche Verantwortung im Einzelhandel

Praktische Empfehlungen

Torben Kehne
Lässt sich Verantwortung normen?
Überlegungen zu Rolle und Funktion von Standards im Themenfeld Corporate Social Responsibility

Anke Steinbach
Strategische CSR im Einzelhandel

Karl-Hermann Blickle
Marketing- und Kommunikationsstrategien für ethisch Nachhaltigen Konsum und CSR im Einzelhandel

Michael Arretz
Pioniere und Phasenmodelle
Wege zum Erfolgreichen Management von CSR
Forum Wirtschaftsethik 4/2009, S.40-46 ()

"Insgesamt leistet der vorliegende Sammelband bei allen vorhandenen Lücken aber einen wichtigen Beitrag, indem er zu einer (stärkeren) Eröffnung der Diskussion um CSR im Einzelhandel beiträgt. Die Beiträge werfen (explizit und implizit) eine Vielzahl von Fragen auf und liefern damit Hinweise auf zukünftige Forschung. Vor allem empirisch ist das Beziehungsgeflecht der drei - zudem heterogenen - Akteursgruppen, Produktionsunternehmen, Einzelhandel und Konsumenten kaum erschlossen. Welche Strukturen (Verträge, Kultur, Machtdifferenzen) bestehen zwischen den Akteuren, wie ist die gegenseitige Wahrnehmung, welche Handlungen werden damit ermöglicht oder begrenzt, etc.? Welche verallgemeinerbaren Aussagen lassen sich zum Einzelhandel treffen, wo sind Branchenunterscheide zu beobachten. Nicht zuletzt muss auch der weiter wachsende Online-Handel in die Analyse einbezogen werden (die hier vorliegenden Beiträge fokussieren sich stark auf das klassische Ladengeschäft). Die grundlegenden theoretischen Ansätze (zu denen sich auch der von Pfriem und Uphoff angelegte Analyserahmen rechnen lässt) bieten eine gute Basis, auf der emprisch angeschlossen werden kann."


Die Autoren
Prof. Dr. Michael S. Aßländer
Michael S. Aßländer

ist seit 2005 Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Kassel.

[weitere Titel]
Dr. Konstanze Senge
Konstanze Senge

Germanistik und Psychologie (MA) an der Universität Essen und der Soziologie (Master of Arts) an der Boston University, USA. 2005 Promotion zum Dr. phil. am Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Derzeit wissenschaftliche Assistentin am Institut für Soziologie der Universität Hamburg. Forschungs- und Lehrschwerpunkte: Wirtschafts- und Organisationssoziologie, insbesondere CSR, Emotionen und Ökonomie, Einzelhandel, Theorien der Organisation, Neo-Institutionalismus.

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dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Insgesamt leistet der vorliegende Sammelband bei allen vorhandenen Lücken aber einen wichtigen Beitrag" ...
    Forum Wirtschaftsethik 4/2009, S.40-46 mehr...
  • Forschungsjournal Neue soziale Bewegungen, Heft 2, Juni 2009
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