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Sunday, August 18, 2019
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"Da gehen nur die anderen hin" - (Ernährungs-)bildung und jugendkulturelle Differenzen

17 Seiten · 3,52 EUR
(Mai 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Es ist in allen Lebensbereichen spürbar, dass die Ausdifferenzierung und Individualisierung der Lebenswelten plurale und damit unterschiedliche kulturelle Praktiken hervorbringt, gleichzeitig aber auch wieder Vereinheitlichungsmerkmale innerhalb der Gesellungsformen als stabilisierende Faktoren von Menschen gesucht werden. Wieso sollten also diese Phänomene vor der Schule halt machen, wo doch Jugendliche in weit stärkerem Maße als andere Altersgruppen auf der Suche nach dem Eigenen sich zunächst einmal abgrenzen, sich als Motoren einer Veränderung begreifen und dabei nicht selten auch Grenzen des als akzeptabel empfundenen Verhaltens überschreiten? Der Beitrag stellt die beobachteten Differenzen im Rahmen von Unterrichtseinheiten zum Thema Ernährungskultur zur Diskussion.

Im Rahmen des OSSENA-Projektes haben wir Unterrichtseinheiten zum Themenkomplex „Ernährungskultur in der Schule“ in zwei ostfriesischen Gesamtschulen durchgeführt, mit insgesamt fünf Klassen des 7. Jahrgangs und in der zweiten Projektphase dann 8. Jahrgangs. Diese Unterrichtseinheiten haben uns mit einer Heterogenität von zusammen gewürfelten jugendlichen Gruppen konfrontiert, deren Ausmaß wir so nicht vermutet hatten und der wir uns während der Durchführung der Unterrichtseinheiten stellen mussten. Es liegt die Vermutung nahe, dass bei den einzelnen Komponenten dieses umfangreichen Themas, das von uns sehr praktisch und interaktiv angelegt war, alltagspraktische Fragen, Einstellungen und Werthaltungen wesentlich deutlicher zum Tragen kommen als bei einem rein kognitiv vermittelten Wissen. Gerade hier sehen wir aber auch Chancen, den Differenzen im gemeinsamen Handeln und in der Kommunikation zu begegnen im Sinne einer gegenseitigen Achtung von Andersartigkeit (oder dem bewusst anders Kreierten) und dem Erkennen von Gleichem. Dies setzt natürlich Erfahrung und Kommunikation miteinander voraus.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ernährung, Kultur, Lebensqualität – Wege regionaler Nachhaltigkeit
Irene Antoni-Komar, Reinhard Pfriem, Thorsten Raabe, Achim Spiller (Hg.):
Ernährung, Kultur, Lebensqualität – Wege regionaler Nachhaltigkeit
the author
Veronika Nölle

(*1949), Dipl. Sozialpädagogin, Sozialtherapeutin. Langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Institut für Jugendforschung in NRW; Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, Entwicklung und Durchführung von Förderassessment Centers für Jugendliche bei einem Bildungsträger in NRW. Freie Mitarbeiterin im Forschungsprojekt OSSENA, Bearbeitung des Moduls Pädagogik/Schule.

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