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Monday, July 22, 2019
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Das Mögliche und das Wahrscheinliche
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Das Mögliche und das Wahrscheinliche

Nichtwissen als Risiko und Chance in der Finanzindustrie

20 Seiten · 4,15 EUR
(Mai 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Nicht-Wissen ist nicht der Ausnahmezustand, sondern eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Finanzmärkte existieren und funktionieren. Unsicherheit heißt, dass sich die Rahmenbedingungen ändern, die es erlauben, Informationen in plausible Zukunftsszenarien zu übersetzen. Regulatorische Maßnahmen zielen unter anderem darauf ab, Unsicherheit in den Finanzmärkten durch Maßnahmen zu reduzieren, die zu mehr Informationen und mehr Transparenz führen sollen. Paradoxerweise kann aber die Wahrscheinlichkeit regulatorischer Veränderungen die Anzahl möglicher Zukunftsszenarien erhöhen und damit das Unsicherheitspotenzial in den Märkten erst recht befeuern. Die Finanzmarktakteure haben begonnen, ihr Augenmerk auf die vermeintlich erratischen Marktbewegungsmuster zu richten, wie sie seit Beginn der jüngsten Finanzkrise häufiger auftreten. Diese lassen sich nicht mehr als systemimmanente, kalkulierbare Risiken effizienter Märkte beschreiben. Systemische Marktrisiken, Informations- und Datenströme rücken nun in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Dieses neue Erkenntnisinteresse bringt eine neue Normalität von Zukunftsszenarien mit geringer Wahrscheinlichkeit, aber markanten Auswirkungen hervor. Die neuartigen Marktbewegungsmuster werden so zum neuen Regelfall der Finanzmarkttheorie. Es scheint sich also in der Finanzindustrie ein Paradigmenwechsel zu vollziehen, in welchem sich die Grenzen zwischen dem Wahrscheinlichen und dem Möglichen neu ausloten. Bis zu welchem Punkt reicht aber das Wahrscheinliche in den Finanzmärkten, und wo fängt das Mögliche an?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Dr. Michael Seewald

ist Finanzanalyst (ESSEC Paris, CFA-Charterholder) und hat ein geisteswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkten in Wissenschafts- und Kulturgeschichte absolviert (Sorbonne Paris, Humboldt-Universität Berlin). Er arbeitet als Senior Analyst für Unternehmensratings bei einer internationalen Rating-Agentur in Paris.

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