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Das Prinzip der Lebensdienlichkeit
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Das Prinzip der Lebensdienlichkeit

Perspektiven auf eine umfassende Forderung an nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen

9 Seiten · 1,50 EUR
(15. April 2021)

 
 
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Aus der Einleitung:

Nachstehend vertrete ich die These, dass als letzte Wahrheit, als Norm und Richtschnur zukunftsfähigen Denkens und Handelns, ein umfassend zu betrachtendes Prinzip der Lebensdienlichkeit steht. Eine dem Leben dienliche Einstellung hat die Kraft, zu unabdingbar nachhaltigem Handeln zu motivieren – heute und bezogen auf künftige Generationen. Eine Orientierung an unbedingter Lebensdienlichkeit hat die Stärke, moralische Richtschnur zu sein im Spannungsfeld zwischen Rechtsnormen und (bloß)moralischen Anforderungen in der Wechselseitigkeit zwischen Individuum und Gesellschaft.

Dabei plädiere ich für eine ganzheitliche Betrachtung des Prinzips der Lebensdienlichkeit. In einem umfassenden Blick auf dieses Prinzip als Forderung an jedes menschliche Denken, Handeln und Entscheiden eröffnen sich mehrere Perspektiven. Lebensdienlichkeit kann aus verschiedenen Gründen Orientierungspunkt sein. Sie kann als Norm fungieren und hat unbedingt motivierendes Potential. Und das Prinzip ist, so der nachstehende Vorschlag, umfassend betrachtet allgemeingültig und damit universal für jeden Menschen im intersubjektiven Dasein potentiell gleichermaßen bedeutsam.

Der Begründungsversuch dazu wird in drei Schritten vorgenommen:

Im ersten Schritt erfolgt die Vorstellung des Prinzips der Lebensdienlichkeit, wie es der Schweizer Wirtschaftsethiker Peter Ulrich weiterentwickelt und in der Verknüpfung zwischen Tugend- und Vernunftethik im Diskurs populär gemacht hat. Im zweiten Schritt wird die Perspektivverschiebung diskutiert, die das Konzept dadurch erfahren hat, dass Ulrich die Basis einer rein sozialethisch-christlich geprägten Ebene verlässt. Im dritten Schritt folgt das Plädoyer für eine Erweiterung, eine Erweiterung in Bezug auf die Grundlegung einer unhintergehbaren Norm der Lebensdienlichkeit für unbedingt nachhaltiges Denken und Handeln. Als Fazit steht der Vorschlag einer komplementären Betrachtung unter dem Blickwinkel der Fürsorgeethik (care ethics)2, in der sich fundamental-biologische,tugendhafte, deontologische und religiöse Aspekte vereinen. Hier findet sich ein plurales humanes Konzept lebensdienlichen Daseins als umfassende Letztbegründung und als Motivator in Richtung potentiell nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Denkens und Handelns.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Dr. Alexander Braml
Alexander Braml

Betriebswirtschaftliche, kulturwissenschaftliche und philosophische Studiengänge in Hagen und München. 20-jährige Tätigkeit in der freien Wirtschaft. Seit 2015 selbständig im Bereich Bildung, Beratung und Training. Studienleiter und Dozent in der Erwachsenenbildung, Inhaber diverser Lehraufträge an Hochschule und Universität. Kontakt: ab@logos-strategie.de.

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