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Das skandinavische Modell heute - ein Beispiel moderner keynesianischer Wirtschaftspolitik?
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Das skandinavische Modell heute - ein Beispiel moderner keynesianischer Wirtschaftspolitik?

40 Seiten · 4,69 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Während das schwedische Modell einer keynesianisch orientierten Wirtschaftspolitik, ebenso wie früher der "Austrokeynesianismus", in einer Vielzahl von Studien analysiert worden ist, wurde das norwegische Beispiel einer keynesianischen Mixed Economy in der Literatur nur selten behandelt. Theo Schewe setzt sich in seinem Beitrag Das skandinavische Modell heute ? ein Beispiel moderner keynesianischer Wirtschaftspolitik? intensiver mit dem spezifischen norwegischen Modell auseinander, das seit den späten 1970er Jahren stärker durch die großen Öl- und Gasressourcen geprägt ist. Schewe verdeutlicht jedoch auch die Kontinuitäten einer dem Vorrang der Vollbeschäftigung als Hauptziel verpflichteten Wirtschaftspolitik und deren Modifikationen im Wandel der Zeiten seit der Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre. Für die Genesis des norwegischen Modells einer keynesianisch geprägten Ökonomie und die Formulierung ihrer theoretischen Grundlagen spielt die von Ragnar Frisch begründete Osloer Schule eine entscheidende Rolle. Wesentliche Elemente dieser "Keynes-Frisch-Synthese" oder "sozialdemokratisch-keynesianischen Symbiose" sind die Aufrechterhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in einer kleinen offenen Volkswirtschaft und eine korporatistische Einkommenspolitik, die zu große Ungleichheiten in der Einkommens- und Vermögensverteilung vermeidet. In dem der norwegischen Wirtschaftspolitik über Jahrzehnte zugrundeliegenden Aukrust-Modell ist die Geldpolitik dem Primat des Vollbeschäftigungsziels untergeordnet. Hieran hat sich auch durch die Entwicklung zur Rohstoffökonomie seit Mitte der 1970er Jahre nichts Entscheidendes verändert. Trotz der hieraus resultierenden wichtigen Veränderungen mit stark positiven Wirkungen für die staatlichen Finanzen, aber auch drohenden Inflationsgefahren, weist das norwegische Modell eine erstaunliche historische Beständigkeit auf, die auch die weltwirtschaftlichen Turbulenzen der letzten Jahrzehnte überdauert hat. Schewe beleuchtet auch die Schwierigkeiten der Geldpolitik im Spannungsfeld von Wechselkursstabilität und Preisstabilität und die Probleme der Stabilitätsorientierung einer korporativen Einkommenspolitik. Schließlich geht er auch intensiver auf den Nachhaltigkeitsgedanken ein, der dem 1996 eingerichteten staatlichen Rohstofffonds zugrunde liegt, und mit dem Norwegen im internationalen Vergleich nicht nur zu den arabischen Emiraten positiv herausragt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Theo Schewe
Theo Schewe

ist Professor für Volkswirtschaftslehre am Østfold Uni¬ver¬sity College in Halden, Norwegen.