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Mittwoch, 18. Juli 2018
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"Dead man walking"

Über neofeudale Demokratie und kapitalistischen Ausnahmezustand

22 Seiten · 4,35 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Im Anschluss daran unternimmt Olaf Jann einen spezifischen gesellschaftlichen Blick auf neoliberale Restrukturierungsprozesse. Diese sind nach ihm weder eine Folge autonomer Marktprozesse noch von abgekoppelter politischer Steuerung, sondern müssen als Ergebnis eines strategischen Eliteprojekts begriffen werden. Dies sollte nach Jann auf drei Ebenen diskutiert werden: auf der Ebene der Konkurrenz der Nationalstaaten untereinander, der neugeschaffenen innerstaatlichten Märkte (z.B. durch Privatisierung), und der Erziehung des Individuums zu einem wettbewerbsorientierten Marktbürger. Jann nimmt dabei u.a. auf Antionio Gramsci, Pierre Bourdieu und Max Horkheimer Bezug. Seiner Meinung nach habe sich eine Art "Kulturrevolution" ereignet, ? mit weit verbreiten Technologien der Sozialdisziplinierung, wie sie auch Michel Foucault beschrieben hat. Dabei habe sich auch das Bekenntnis zur pluralistischen Demokratie zu einer reinen Rechtfertigungsideologie gewandelt. Notwendig sei eine Umwandlung der Orientierung, weg vom "Sachzwang der Systeme" und hin zu einer "Verantwortung der Akteure"; die Chancen dazu werden aber von Jann nur als gering eingeschätzt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Gesellschaft! Welche Gesellschaft?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Jürgen Nordmann (Hg.):
Gesellschaft! Welche Gesellschaft?
Der Autor
Dr. Olaf Jann
Olaf Jann

Universität Siegen, Fachgebiet Politische Soziologie