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Freitag, 21. September 2018
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Der Begriff der Energiearmut
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Der Begriff der Energiearmut

27 Seiten · 4,74 EUR
(September 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Der Begriff der Energiearmut hat in den letzten Jahren in Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Energiearmut gilt schon seit langem als große Herausforderung in Entwicklungsländern. In den letzten Jahren führen jedoch steigende Energiekosten zunehmend auch zu Energiearmut in OECD–Ländern. Zwar reicht in diesen Ländern die Diskussion des Begriffs der Energiearmut bis in die 1970er Jahren zurück (damals als Reaktion auf die Öl–Krise). Allerdings wird der Begriff bis heute nur im Vereinigten Königreich systematisch in der Regierungspolitik verwendet, seit dem Jahr 2000 entwickeln die britischen Regierungen Strategien und Maßnahmen gegen Energiearmut. Dabei wird der Fokus vor allem auf das Thema Wärme und weniger auf Elektrizität gelegt.

Erst in den letzten Jahren ist das Thema Energiearmut verstärkt in den Fokus anderer europäischer Länder gerückt. Steigende Energiepreise im Zuge der Energiewende haben das Thema zuletzt insbesondere in Deutschland zu einem Schlagwort der öffentlichen Debatte gemacht. Die Bundesregierung tut sich bislang allerdings schwer damit, das Phänomen Energiearmut im deutschen Kontext überhaupt anzuerkennen. Mit dieser Skepsis ist sie nicht allein: Keine internationale Organisation und nur wenige Länder und nutzen den Begriff im Rahmen ihrer Energiepolitik.

Kritiker des Begriffs sind nicht davon überzeugt, dass der Begriff der Energiearmut als separates politisches Konzept zur Diskussion, Messung und strategischen Zielsetzung auf politischer Ebene benötigt wird.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Umweltgerechtigkeit
Bernhard Emunds, Isabell Merkle (Hg.):
Umweltgerechtigkeit
Der Autor
Phillipp Kanschik

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophie II, Universität Bayreuth.