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Samstag, 19. Januar 2019
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Der Wert der Arbeit. Kapitalismus und Zivilisation
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Der Wert der Arbeit. Kapitalismus und Zivilisation

22 Seiten · 3,50 EUR
(Mai 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Marktwirtschaftliche soziale Verbünde, gerne 'kapitalistisch' genannt, stehen in dem Ruf, zur Ausbeutung von ‚Arbeitskraft' beizutragen. Sie stehen deshalb regelmäßig in der Kritik. Zwar wird gemeinhin anerkannt, dass sich weder der real existierende Kommunismus noch vormoderne Gesellschaften haben besonderer Nachsicht gegenüber subjektiven Befindlichkeiten einzelner Menschen rühmen dürfen. Das hindert jedoch niemanden daran, von neuen verheißungsvollen Verbünden zu träumen. Ich will hingegen genau diesen Befund ernstnehmen: Einen sozialen Verbund ohne massive Ausbeutung hat es in keiner der Zivilisationen gegeben, die wir aus den letzten Jahrtausenden kennen. Die These liegt auf der Hand: Zivilisation ist ohne Ausbeutung nicht möglich.

Die Wirtschaftsphilosophie tendiert dazu, die Frage zu diskutieren, ob der Kapitalismus eine Form des sozialen Verbundes sei, gegen die man andere Formen stellen könne, oder ob es sich bei den ökonomischen Mechanismen um naturwissenschaftsähnliche Phänomene handle und die Marktwirtschaft mithin Gesetzen gehorche, die dem Menschen nicht unterstehen. Zu diesem Disput will ich im Folgenden keinen Beitrag leisten.

Geht man aber davon aus, dass Ausbeutung am Anfang zivilisatorisch erfolgreicher sozialer Verbünde steht, stellen sich die Fragen ganz anders: 1. Kann es einen zivilisierten sozialen Verbund geben, der sich nicht auf Ausbeutung gründet? 2. Wäre ein sozialer Verbund ohne Ausbeutung wünschenswert? 3. Wie lässt sich Ausbeutung gewährleisten, ohne dass Menschen zu viel Leid zugefügt wird? Schließlich: 4. Gibt es (vom Menschen nicht beeinflussbare) Gesetze, denen Strategien zur Ausbeutung wohl oder übel gehorchen müssen? Diesen vier Fragen will ich mich im Folgenden zuwenden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger P. Priddat (Hg.):
Was ist?
Der Autor
Dr. Remigius Bunia
Remigius Bunia

studierte Mathematik, Neuere deutsche iteraturwissenschaft und Mediävistik in Hagen, Paris und Bonn und schloss sein Studium als Diplom-Mathematiker und als Magister Artium 2002 ab. Nach seiner Promotion im Jahr 2006 in Siegen war er an Universitäten in Bonn, Mainz, Friedrichshafen und Berlin bis 2015 tätig. Darüber hinaus nahm er Gastprofessuren bzw. -dozenturen in São Paulo (Brasilien), Paris (Frankreich), Udine (Italien), Montréal (Kanada) und Bloomington (USA) wahr. Bunia ist Autor mehrerer Bücher: Faltungen (2007), Romantischer Rationalismus (2013) sowie Metrik und Kulturpolitik (2014). Seit 2015 unterrichtet er Deutsch als Zweitsprache bei diversen Trägern.