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Der deutsche Kapitalismus in der europäischen Krise – Ein skeptischer Blick von links
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Der deutsche Kapitalismus in der europäischen Krise – Ein skeptischer Blick von links

27 Seiten · 5,78 EUR
(22. März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Deutschland dominiert heute das Geschehen in der EU mehr denn je. Zwar wurde die deutsche Wirtschaft durch die weltweite Krise 2008 in den tiefsten Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik gerissen, doch die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt waren die geringsten aller EU-Länder. Das "deutsche Beschäftigungswunder" erblickte das Licht der Welt und wurde von aller Welt bewundert. Mit besonders hohen Wachstumsraten seit der zweiten Jahreshälfte 2009 begann dann der zweite Teil der Erfolgsgeschichte. Die Exportlastigkeit der deutschen Industrie, die ihm zunächst vor allem zugrunde lag, blieb innerhalb der EU ein kontroverses Thema. Dennoch wird vor dem Hintergrund seines ökonomischen Erfolgs das deutsche Modell vielfach als ein Vorbild für den Rest der EU betrachtet. Insbesondere die Verankerung einer Schuldenbremse im Grundgesetz, aber auch solche in Deutschland selber eher unpopuläre Strukturreformen wie Hartz IV und die Rente ab 67 werden in der Kommunikation der new economic governance auf EU-Ebene als positive Referenzpunkte genutzt. Was steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte  wenn oder soweit es denn eine ist? Sollten und können andere Länder dem deutschen Beispiel folgen? Um diese Fragen geht es im Folgenden. Zunächst charakterisiere ich das Austeritätsregime in der EU, das wesentlich auf Betreiben der deutschen Regierung errichtet wird, um dann das "Geschäftsmodell" des deutschen Kapitalismus zu analysieren, das hinter dieser Politik steht. Auch wenn die Befürworter dieses Modells drauf und dran sind, die Voraussetzungen bisheriger Erfolge zu untergraben, ist, wie ich abschließend skizziere, die Entwicklung einer Alternative eine äußerst anspruchsvolle Herausforderung.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Dr. Steffen Lehndorff
Steffen Lehndorff

seit 2007 Leiter der Forschungsabteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität-Duisburg-Essen. Nach mehr als einem Jahrzehnt hauptberuflicher Arbeit in verschiedenen politischen Funktionen kehrte er 1990 in die sozialwissenschaftliche Forschung zurück.

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