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Der missachtete Mainstream
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Der missachtete Mainstream

Die deutsche wirtschaftspolitische Debatte leidet weniger unter dem Neu-Keynesianismus als unter seiner fast völligen Missachtung

34 Seiten · 6,24 EUR
(22. August 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Im Mittelpunkt des Beitrags von Achim Truger steht das Verhältnis des Neu-Keynesianismus zur aktuellen wirtschaftspolitischen Reformdebatte in Deutschland. Er zeigt, dass sich die gegenwärtig dominierende „Radikalreform“-Position, wonach nur noch „radikale“, „strukturelle“ Reformen die Wachstums- und Beschäftigungskrise in Deutschland beheben können, in vielen Punkten gar nicht ohne weiteres auf den Neu-Keynesianismus berufen kann. Dieser impliziere nämlich ganz klar auch die Notwendigkeit eines konjunkturellen Gegensteuerns seitens der Geld- und Finanzpolitik und lasse begründete Zweifel an der durchschlagenden Wirkung „struktureller“ Reformen zu. Der neue Mainstream werde in der deutschen Debatte also noch weitgehend missachtet. Daher scheine die „Radikalreform“-Position – wenn sie nicht einfach nur vollkommen theoriefrei den Ideologen des freien Marktes folge – eher auf theoretisch überholten monetaristisch-neuklassischen oder probleminadäquaten mikroökonomisch orientierten Gleichgewichtsansätzen zu basieren. Dagegen wiesen die neu-keynesianischen wirtschaftspolitischen Empfehlungen für die – möglicherweise ziemlich lange – „kurze“ Frist große Ähnlichkeiten mit post-keynesianischen Empfehlungen auf. Darüber hinaus könnten durch entsprechende Forschung in Zukunft noch weitere Ähnlichkeiten bezüglich bisher noch unvereinbar scheinender Aspekte beider Keynesianismen aufgedeckt werden. Truger empfielt daher, sich in wirtschaftspolitischen Debatten auf solche Ähnlichkeiten zu berufen und dadurch die „Autorität“ des „modernen“ anglo-amerikanischen Mainstreams für sich zu reklamieren. Aus post-keynesianischer Sicht solle man den Neu-Key¬nesianismus daher, trotz aller theoretischen Differenzen, nicht vorschnell verwerfen, sondern vielmehr als Chance auffassen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
Eckhard Hein, Arne Heise, Achim Truger (Hg.):
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
the author
Prof. Dr. Achim Truger
Achim Truger

geb. 1969, ist Professor für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen an der Universität Duisburg-Essen, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Senior Research Fellow am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

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