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Montag, 20. August 2018
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Die „Modern Money Theory“ als Theorie der fiskalischen Geldpolitik
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Die „Modern Money Theory“ als Theorie der fiskalischen Geldpolitik

28 Seiten · 4,29 EUR
(Dezember 2017)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Wolfgang Edelmüller stellt die „Modern Money Theory“ als „Theorie der fiskalischen Geldpolitik“ vor, also als Grundlage für eine Direktfinanzierung des Staatshaushalts (oder eines Teiles) durch die Zentralbank. Um diese zu rechtfertigen, greift die „Modern Money Theory“ (MMT) auf die These zurück, wonach der „Staat“ (früher die Herrscherhäuser) die von ihm in Anspruch genommenen Güter mit von ihm geprägten Münzen oder autorisierten Geldscheinen bezahlte, die er wiederum zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen (Steuern und Abgaben) akzeptierte. Daher sei Geld staatliches Geld.

Die MMT spricht von souveränem Geld, weil es durch die Handlungen und Regelungen des Souveräns (Staat einschließlich Notenbanken) entstanden ist, und entwickelt daraus das Konzept eines souveränen MMT-Staates, in dem „Budgetbehörde“ und Zentralbank eine funktionelle Einheit bilden. In diesem Konzept unterliegt der Staat keinen Verschuldungsgrenzen, solange er die Entstehung von Inflationserwartungen verhindert.

In den abschließenden Abschnitten 4 und 5 stellt Edelmüller dann dem MMT-Staat die heute dominierenden Geldsysteme gegenüber, in denen unabhängige Zentralbanken über ein Monopol der Zentralbankschöpfung verfügen, wobei ihnen überwiegend die direkte Staatsfinanzierung verboten ist. Damit hat der „Souverän“ (der Staat bzw. die Staatsbürger) seine früheren Rechte verloren.

Im anschließenden Abschnitt 5 fordert Edelmüller auf der Grundlage der MMT, dass ein Koordinationsrahmen geschaffen wird, damit die staatliche Budgetbehörde, die Zentralbank und die Tarifparteien so zusammenarbeiten können, dass die gesamtwirtschaftlichen Ziele (Vollbeschäftigung und Preisstabilität) durch Fiskal-, Geld- und Einkommenspolitik erreicht werden, wobei die Fiskalpolitik durch eine „fiskalische Geldpolitik“ von der Abhängigkeit von den Finanzmärkten befreit werden soll.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Keynes, Geld und Finanzen
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Markus Marterbauer (Hg.):
Keynes, Geld und Finanzen
Der Autor
Wolfgang Edelmüller
Wolfgang Edelmüller

ist Banker im Ruhestand (zuletzt als Konzernrisikovorstand im Abwicklungsteam der notverstaatlichten Hypo Alpe-Adria Bankengruppe) und Ökonom in Wien.