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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Die Aktualität der Arbeitswerttheorie

Theoretische und empirische Aspekte

"Hochschulschriften"  · Band 128

290 Seiten ·  38,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-756-8 (Oktober 2009 )

Dieses Buch erhielt den Chemnitzer Universitätspreis 2009 sowie den Förderpreis des Statistischen Bundesamtes.

 
 
Die Formalisierungen klassischer und marxscher Positionen im Rahmen linearer Produktionsmodelle haben in den Augen der meisten Beobachter zweifelsfrei gezeigt, dass eine auf Arbeitswerten basierende Preistheorie gravierende theoretische Mängel aufweist. Zwangsläufig wird der Arbeitswerttheorie schon seit Längerem von den meisten Ökonomen nur noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Bei genauerem Hinsehen erweist sich diese Sichtweise jedoch als Irrtum. Tatsächlich spricht sowohl aus theoretischer als auch aus empirischer Perspektive vieles dafür, dass die Austauschverhältnisse in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem letztlich durch den Arbeitsaufwand geregelt werden, der bei der Produktion der jeweiligen Waren anfällt.
Dieses Ergebnis ergibt sich auf der Grundlage einer dreigeteilten Untersuchung. Zu Beginn wird eine Schilderung lehrgeschichtlicher und konzeptioneller Aspekte der Arbeitswerttheorie präsentiert, gefolgt von einer Darstellung "moderner" mathematischer Modellierungen klassischer und marxscher Ansätze. Danach schließt sich die empirische Untersuchung der relevanten Theorien an.
Letztendlich erweist sich die Arbeitswerttheorie insbesondere bei der Erklärung realer Preissysteme im Vergleich mit der neoricardianischen Theorie als erstaunlich leistungsfähig. Eine wesentliche Ursache hierfür liegt in der unzureichenden Konzeption des klassischen Gleichgewichtskriteriums, denn die Annahme einer sektoral einheitlichen Profitrate vermag weder ­theoretisch noch empirisch zu überzeugen. Als Konsequenz verkehren sich die Schlussfolgerungen, die üblicherweise aus dem Auftreten des "berühmt-berüchtigten" Transformationsproblems gezogen werden, in ihr Gegenteil: statt der Arbeitswerte sind vielmehr die Produktionspreise redundant.


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Z - Zeitschrift für maxistische Erneuerung, Nr. 85, März 2011, S. 197-200 ()

"Nils Fröhlich hat ein umfassendes, aktuelles und gleichzeitig kompaktes Buch mit neuen Einsichten zur Arbeitswerttheorie geschrieben. Ein besonderes Merkmal seines Buches ist, dass er alle bedeutenden Ausgangspunkte der theoretischen Diskussion und Lösungsvarianten des so genannten Transformationsproblems behandelt - nicht nur einzelne Aspekte, wie üblich. Dabei werden sowohl theoretische als auch empirische Aspekte der Diskussion ausgearbeitet. Das Buch enthält eine interessante Analyse der aktuellen Wertverhältnisse unter Nutzbarmachung der Wirtschaftsstatistik der Bundesrepublik Deutschland. ... Die wirklich originelle Leistung des Buches ist eine empirische Amalyse mit Hilfe von Input-Output-Tabellen für die deutsche Wirtschaft 2004. ... In seiner Zusammenfassung schreibt Fröhlich, dass "das Wertgesetz - also die Annahme, Marktpreise werden letztlich durch Arbeitswerte determiniert - einen leistungsfähigen Ansatz zur Erklärung des modernen Kapitalismus darstellt". Er kommt kommt zugleich zu der Schlussfolgerung, dass die neoricardianische Theorie mit diesen statistischen Berechnungen in Schwierigkeiten gerät.

Fröhlichs Studie stellt eine Zusammenfassung der Diskussionen zu Arbeitswerttheorie und Transformationsproblem dar. Der Autor ist sehr gut mit der internationalen Entwicklung und dem Stand der Diskussion vertraut. Dennoch ist es auch klar, dass diese Diskussionen fortgesetzt werden müssen. Z.B. sollte man genauer analysieren, wie der Wert der Ware Arbeitskraft mathematisch modelliert werden soll.




Der Autor
Dr.  Nils Fröhlich
Nils Fröhlich

seit 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz.

dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Fröhlich hat ein umfassendes, aktuelles und gleichzeitig kompaktes Buch mit neuen Einsichten zur Arbeitswerttheorie geschrieben" ...
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