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Friday, August 23, 2019
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Die Entstehung der klassisch-keynesianischen politischen Ökonomie
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Die Entstehung der klassisch-keynesianischen politischen Ökonomie

Vom Marktparadigma zur monetären Theorie der Produktion

28 Seiten · 5,38 EUR
(April 2014)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Heinrich Bortis plädiert dafür, ein makroökonomisches Paradigma zu entwickeln, das die Theorie von Keynes mit der klassischen Theorie der Produktionspreise kombiniert. Durch diese Fundierung soll Keynes' Theorie von den neoklassischen Elementen gereinigt werden, die dort noch verblieben sind. In Abschnitt 1 behandelt Bortis die Grundlagen eines klassisch keynesianischen Systems und die Gegenwehr der Neoklassiker. Ein zentraler Baustein der neoklassischen Theorie ist die marginalistische Preisbildung im Schnittpunkt von steigender Grenzkostenkurve und fallender Nachfragekurve. Die klassische Ökonomie und ebenso Sraffa, der die Voraussetzungen und Zusammenhänge der klassischen Ökonomie präzise formuliert hat, gehen dagegen von konstanten Grenzkosten aus. Dies spiegelt die Verhältnisse in der modernen Industriegesellschaft besser wider als die neoklassische Annahme steigender Grenzkosten, die von den Gegebenheiten in der Landwirtschaft geprägt ist, wo der einzelne Landwirt nur über eine gegebene, nicht vermehrbare Fläche verfügt. Die Preise ergeben sich bei konstanten Grenzkosten, indem auf die Durchschnittskosten bei normaler Kapazitätsauslastung ein Gewinnzuschlag aufgeschlagen wird (mark up-pricing). Multipliziert man die Differenz zwischen Preis und Produktionskosten je Stück bei normaler Kapazitätsauslastung und dem Produktionsvolumen ergibt sich die Profitsumme und – bezogen auf den Kapitaleinsatz – die Profitrate. Die Höhe des Zuschlags und damit der "normalen Verzinsung des eingesetzten Kapitals" hängt von den sozialen Machtverhältnissen ab. Welches Produktionsvolumen tatsächlich erzeugt wird, ergibt sich aus dem Keynes'schen Prinzip der "effektiven Nachfrage". Bortis berichtet bedauernd, dass zwischen Keynes und Sraffa ein tiefer Graben bestand: Keynes arbeitete vor allem an der Analyse der kurzen Frist, Sraffa interessierte sich nur für die lange Frist und hielt es für falsch, eine Theorie auf psychologische und subjektive Faktoren aufzubauen. Wegen der unklaren Abgrenzung zwischen Keynes'scher Theorie und der Neoklassik kam es wiederholt zu Versuchen, erstere neoklassisch zu vereinnahmen (neoklassische Synthese). In der kapitaltheoretischen Diskussion der 1960er Jahre konnten die Keynesianer allerdings den Neoklassikern grundsätzliche Mängel ihrer Theorie nachweisen. In Abschnitt 2 versucht Bortis dann, mithilfe des Supermultiplikators das langfristige Gleichgewicht in der von ihm angestrebten klassisch-keynesianischen Theorie abzuleiten.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Heinrich Bortis
Heinrich Bortis

geb. 1944, ist Professor für Volkswirtschaftslehre für Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Fribourg (Schweiz).

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