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Sunday, May 26, 2019
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Die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in der real existierenden Sozialen Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland
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Die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in der real existierenden Sozialen Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland

33 Seiten · 4,35 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Die meisten wirtschaftspolitischen, steuerpolitischen und sozialpolitischen Reformen haben Auswirkungen auf die personelle Verteilung der Einkommen und der Vermögen. Man denke nur an die Gewährung von Subventionen, an die Erhöhung der Mehrwertsteuer, an die Umgestaltung der Erbschaftsteuer oder an die verschiedenen Rentenreformen und die Hartz IV-Reform. Der politische Streit konzentriert sich nicht nur auf die Frage, ob mit solchen Reformen das angestrebte Ziel erreicht wird, sondern auch darauf, wer die Begünstigten und wer die Belasteten sind.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Darstellung und Analyse der personellen Verteilung der Einkommen und Vermögen in Deutschland über Jahrzehnte ein Stiefkind der Volkswirtschaftslehre war. Obwohl dem 1963 eingerichteten Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der gesetzliche Auftrag erteilt wurde, auch die Bildung und die Verteilung von Einkommen und Vermögen zu untersuchen, ließ er sich 35 Jahre Zeit, diesem Auftrag nachzukommen.

Diese mit fehlenden Daten begründete Vernachlässigung ist nicht verständlich, da es seit 1962/63 die Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) des Statistischen Bundesamtes gibt, die im Fünf-Jahres-Abstand bei 40.000 bis 60.000 Haushalten alle Informationen erheben, die für eine Deskription der personellen Einkommens- und Vermögensverteilung erforderlich sind, wenn auch einige Schwächen erst im Lauf der Zeit beseitigt werden konnten. Seit 1993 umfasst diese Stichprobe auch die Haushalte der neuen Bundesländer sowie die Ausländer. Auf dieser Datenbasis beruhen die folgenden Ausführungen. Seit 1984 gibt es überdies das Sozioökonomische Panel (SOEP), das ebenfalls für Verteilungsanalysen geeignet ist; insbesondere lassen sich damit Analysen der Einkommensmobilität, d.h. der einkommensmäßigen Auf- und Abstiege im Zeitverlauf ermitteln. Seit dem Jahr 2001 erstellt auch die Bundesregierung alle vier Jahre Armuts- und Reichtumsberichte, die die Einkommens- und Vermögensverteilung transparenter gemacht haben; in diese Berichte wurden auch erstmals vergleichbare Auswertungen der Einkommensteuerstatistik einbezogen.

Die genannten Datenquellen und Unterlagen stellen die Basis für die im Folgenden behandelten Fragen dar:

− Wie hat sich die personelle Verteilung der Einkommen entwickelt?

− Wie groß ist der Einfluss des Sozialstaats auf die Verteilung der Einkommen?

− Wie groß ist der untere Randbereich der Einkommensverteilung, der das Ausmaß der Einkommensarmut kennzeichnet?

− Wie hat sich personelle Verteilung der Vermögen entwickelt? Unsere Darstellung beginnt für Westdeutschland mit dem Jahr 1969, in dem noch Vollbeschäftigung und hohes Wachstum bei geringen Preisniveausteigerungen herrschte.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Richard Hauser

Goethe-Universität Frankfurt, Wirtschaftswissenschaften

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