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Thursday, June 20, 2019
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Die Europäische Zentralbank in einer neuen Rolle: Vom „lender of last resort“ zum „employer of last resort“?
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Die Europäische Zentralbank in einer neuen Rolle: Vom „lender of last resort“ zum „employer of last resort“?

30 Seiten · 5,41 EUR
(Juli 2016)

 
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Aus der Einleitung:

In der realen Welt herrscht Arbeitsteilung. Seit Ricardo wissen wir, dass es die unterschiedlichen Talente sind, oder genauer, die Opportunitätskosten, die für das Muster der Arbeitsteilung verantwortlich sind. Die im Vergleich zum Handelspartner geringeren Opportunitätskosten weisen die Zuständigkeiten für die Produktion des einen oder anderen Gutes zu. Genau genommen muss man eine Sache entweder besonders gut oder aber, was auf das Gleiche hinausläuft, die Alternative nur besonders schlecht beherrschen können. Die Erträge aus dem alternativen Handeln fallen niedrig aus, dafür entstehen auch entsprechend niedrige Opportunitätskosten, wenn man auf genau jenes Gut verzichtet, dessen Produktion ohnehin nur schlecht gelingt. Jeder Ökonom lernt diese Zusammenhänge im Laufe seines Grundstudiums. Was wäre, wenn dieser Grundsatz auch für die Arbeitsteilung in der Wirtschaftspolitik gelten würde? Jeder macht das, was er vergleichbar besonders gut kann und verzichtet damit gleichzeitig auf das, was ihm ohnehin nicht gut gelingt. Werfen wir einen Blick auf die Geld- und Fiskalpolitik. Einer Zentralbank, zuständig für den Geldmarkt, steht eine Fiskalpolitik, zuständig für den Güter- und Arbeitsmarkt, gegenüber. Die Geldpolitik mischt sich nicht in Verhältnisse auf Güter- und Arbeitsmärkten ein, und dies nicht nur deshalb, weil es in der Tradition der Ordnungspolitik nicht zu ihren Aufgaben zählt, sondern weil sie wohl auch keinen nachweislichen Erfolg haben dürfte, wenn sie direkt auf das Geschehen auf diesen Märkten Einfluss nehmen würde. Genau so verhält es sich für die Fiskalpolitik. Sie auf Güter- und auf Arbeitsmärkte zu beschränken, ist ebenso gute Tradition wie wirtschaftliche Vernunft. Wir haben es also mit einer Dichotomie zwischen Geld- und Gütermarkt zu tun, auch wenn damit keineswegs die Frage nach einer möglichen Wechselbeziehung zwischen realem und monetärem Sektor beantwortet ist. Mit dieser traditionellen Arbeitsteilung ist es vorerst vorbei.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Für eine bessere gesamteuropäische Wirtschaftspolitik
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt (Hg.):
Für eine bessere gesamteuropäische Wirtschaftspolitik
the authors
Dr. Detlev Ehrig
Detlev Ehrig

Institut für Konjunktur- und Strukturforschung der Universität Bremen. Seit 1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang Wirtschaftswissenschaften.

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Dr. Uwe Staroske
Uwe Staroske

Fachreferent für Wirtschaftswissenschaft der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen.

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